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Österreichisches Museum für Volkskunde : Schausammlung zur historischen Volkskultur ; Begleitbuch
Entstehung
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einerseits das grundsätzlich Mögliche musealer Arbeitbetreffen und die andererseits auf die spezifische Situa-tion im Umgang mit volkskulturellen Relikten zielen.Die Antworten bleiben dabei notwendig subjektiv, abersie haben nichtsdestoweniger wohlbegründet zu sein.Wenn das Österreichische Museum für

Volkskunde vor mittlerweile etwa zehn Jahren in einePhase des massiven Aus- und Umbaus getreten ist, dannwar damit konsequenterweise auch der Wunsch nacheiner Neuorganisation der ständigen Schausammlungverbunden. Die Museumsdebatte der siebziger Jahre undder dahinterstehende Aufbruch in der Volkskunde selbsthatten der in ihren wesentlichen Teilen aus den Jahren1958-1960 stammenden Präsentation massiv zugesetzt.Wie selbstverständlich sollten die Leitlinien der Diskus-sion um die Demokratisierung der Institution Museumin die Neukonzeption einbezogen werden. Im konkretenFall hieß dies Alltagsgeschichte versus Volkskunst undFunktion versus Anmut, Ansprüche jedenfalls, zu denensich die letztlich doch relativ unverändert gebliebenenSammlungen querzulegen schienen.

Der lange Atem, der beim Umbau zu be-weisen war, erwies sich auch für die inhaltliche Arbeitals nützlich. Früh schon war klar, daß Interieurs nichtan Brisanz gewinnen, wenn sie anstatt der bäuerlichenKultur dem Arbeitermilieu entstammen, und immerdeutlicher erwiesen sich die überlieferten Sammlungenallemal als interessanter als eine alibihaft mit Objektenillustrierte Geschichte des Alltags. Daß dabei eine mehrund mehr die Banalität solcher Alltagspräsentationenthematisierende Musealisierungsdebatte² solchen Über-legungen gewissermaßen den Rücken stärkte, soll nichtverschwiegen werden. Eine neuerliche Befragung derim Haus versammelten Objekte, stand an. Sie erschienals der einzig gangbare Weg, zu einer Präsentation zugelangen, die, ohne die Spezifik dieser Sammlungen zuleugnen, den Ansprüchen an ein Volkskundemuseumgerecht werden kann. Daß sich diese im Wiener Fall