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halben Jahrhundert keine Verbesserung erfahren konnte.Erst im Verlauf der sechziger Jahre brachte die vomdamaligen Bundesministerium für Unterricht und Kunstinitiierte und geförderte Einrichtung von Museums-außenstellen in Schlössern des weiteren Umlandes vonWien auch für das Volkskundemuseum eine räumlicheEntlastung und vor allem erweiterte Wirkungsmöglich-keiten: das Schloßmuseum Gobelsburg bei Langenlois inNiederösterreich, die Sammlung religiöse Volkskunst mitder Klosterapotheke im ehemaligen Wiener Ursulinen-kloster, das( inzwischen wieder geschlossene) Märchen-museum Schloß Raabs im Waldviertel. Der entscheiden-de Schritt zur Museumserweiterung durch Dezentrali-sierung wurde durch Adolf Mais( 1914–1982) Anfangder siebziger Jahre getan. Mit der Gründung des Ethno-graphischen Museums im nordburgenländischen SchloßKittsee als affiliiertes Vereinsmuseum mit eigenerRechtspersönlichkeit wurden die historischen Samm-lungen zur Volkskultur der ost- und südosteuropäischenNachfolgestaaten Altösterreichs in einer synthetischenSchau und in spezialisierten Studiensammlungen zuneuer Geltung gebracht. Die Gründungsidee, auch wäh-rend der Zweiteilung Europas mit den Mitteln eines Mu-seums ein verbindendes Element zu bewahren und dieSicht und das Verständnis für benachbarte Volks-kulturen offen zu halten, hat im Augenblick der histori-schen„ Wende" ihre überzeugende Bestätigung erfahrenund das Ethnographische Museum Schloß Kittsee zueinem anerkannten Partner im mitteleuropäischen Netz-werk der Volkskundemuseen werden lassen.
Letzte Voraussetzungen für das umfassendeReformwerk des Österreichischen Museums für Volks-kunde waren schließlich die Beschaffung beziehungs-weise der Aufbau von Studiensammlungsgebäuden, wieder konservatorisch ideale Voraussetzungen bietende