( 99) Teufelsmaske und zugehöriger Schweif für einWeihnachtsspiel in Hinterwildalpen( Steiermark).
( Sammlung des Österreichischen Museums für VolkskundeInv.Nr. 40.536 und 40.536a)
Das Paradeisspiel auf dem Heideboden ist mit dem protestan-tischen Schauspielwesen des 16. Jahrhunderts in den Alpenlän-dern in Zusammenhang zu bringen. Die Entstehung kannsomit in der Anpassung des Textes von Hans Sachs auf denSpielbrauch von Bergleuten und Bauern in den Alpenländernverstanden werden, woher es die reformierten Auswanderer( Exulanten) des frühen 17. Jahrhunderts in den Osten mitge-bracht haben.
4.2.2. Spiel vom
armen Lazarus und vomreichen Prasser
Überlieferung: Die Text überlieferung des Lazarus-Stoffes also die Behandlung der Erzählung vom armen Mann,der keine Hilfe beim Reichen findet, vor dessen Tür stirbt,aber in den Himmel aufgenommen wird, wogegen der Reiche vomTeufel in die Hölle gezerrt wird- beginnt für den Spielkreisvon Oberufer und des burgenländischen Heidebodens mit derRAGENDORFer Handschrift des Jahres 1775, in welcher" Die his-turia von dem reichen Mann, wird ägiret mit 15 personen, zuhalten und gehalten worden" anstelle des sonst üblichenParadeisspiels neben dem Weihnachtsspiel aufgeschrieben worden
ist.
In den dreißiger Jahren hat Karl Horak in WALLERN auf demHeideboden eine
( 100) Handschrift mit dem Titelblatt
" Vorstellung von den armen Lazarus und fon Reichen Pras-ser, er trang Schampaner stat dem Wasser.
Andreas Schneider in Walla geboren den 3oten November1878 und geschrieben im Jahr 1895"
aufgefunden und veröffentlicht.
Hier reiht sich an das gegenwärtig von der Spielgruppe inAPETLON gebrauchte gedruckte
( 101) Rollenbuch" Der arme Reiche
burgenländischer
Jedermann"
einVon Bern-
65