2.3.3. Sauschädel ball
Das Saukopfstehlen zur Schlachtzeit ist allgemein verbreitet.In der Oststeiermark und von dort auf das südliche Burgenlandübergreifend, hat sich daraus unter der Bezeichnung" Sauschä-delball" ein spezifischer Faschingsbrauch entwickelt. In einemTriumphzug werden der appetitlich geschmückte Saukopf und diemaskierten Diebe vom Gendarmen in das Gasthaus geführt. Hierfolgt eine hochnotpeinliche Gerichtsverhandlung, in der dieehemaligen Besitzer zum Auskochen des Sauschädels verurteiltwerden.
( 35) Der geschmückte und aufgebahrte Sauschädel in Wörther-berg, Bez. Güssing.
Aufn. F. Grieshofer, 1974
( 36) Gerichtsverhandlung mit F. Reichart als Richter in Wör-Aufn. F. Grieshofer, 1974
therberg.
2.3.4. Faschings narren in Mattersburg
Das Vorrecht des Maskentragens blieb in den letzten Jahrennicht auf die Burschen beschränkt. Junge und Alte, Ledige undVerheiratete, Männer und Frauen schlüpfen hinter Masken, umdie Faschingstage ausgelassen zu feiern.
( 37) Eine lustige Schlittenpartie in Mattersburg.
Aufn. M. Martischnig, 1982
( 38) Der Bürgermeister von Mattersburg darf unter denFaschingsnarren nicht fehlen.
Aufn. M. Martischnig, 1982
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