1.5. SPIELSTÄTTEN UND-LANDSCHAFTEN
Das wichtigste Merkmal des traditionellen Volksschauspielesist die Ortsbezogenheit. Die Spieler aus der Ortsgemeinschaftspielen für die Bewohner des Ortes. Manchmal zogen Spiel-scharen auch in die Nachbarorte, um dort ihre Aufführungendarzubieten.
Gespielt wurde entweder im Freien, auf der Straße, auf öffent-lichen Plätzen, in der Landschaft oder im Bereich des Hauses,im Flur bzw. in der geheizten Stube, wobei der inneren Orien-tiertheit der Stube eine besondere Bedeutung zukam.
Wurden die Veranstaltungen größer, übersiedelte man an andereOrte mit geeigneten Räumlichkeiten, z.B. in ein Wirtshaus,oder man kehrte in die Kirche zurück, aus der ja ursprünglichviele dieser Spiele hervorgegangen waren.
Großräumig gliedert sich das Burgenland in zwei Volks-schauspiellandschaften und zwar in
die Volksschauspiellandschaft Nordburgenland:
Paradeisspiel, Weihnachtsspiel, Spiel vom JüngstenGericht, Armer Lazarus, Steffl von Neuhaus, Schusterund Schneider
und die Volksschauspiellandschaft Mittleres und Südliches Bur-genlandSebastianispiel, verschiedene Kampfspielreste
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