1.3. FUNKTION UND WIRKUNG
Die Motivationen und Beweggründe der an einer Aufführung be-teiligten Personen bzw. die Funktion eines Stückes kann mannach folgenden Aspekten unterteilen, wobei ein Stück meistnicht nur eine sondern mehrere Funktionen gleichzeitig er-füllen kann:
1.3.1. Ideelle Funktionen:
religiös- liturgisch: Als Verlebendigung des Evange-lientextes( z. B. Passionsspiel)
magisch- kultisch: als Verwendung tradierter Sprüche,
katechetisch:missionarisch:
ideologisierend:
Formeln oder Aktionen aus demBereich des Volksglaubens vor-christlichen oder christlichenUrsprungs, um Segen, Fruchtbarkeitetc. zu erbitten( z.B. Lutzerln)als einfache Form der Religions-unterweisung( z. B. Paradeisspiel)als bewußte Beeinflussung im Sinneeiner religiösen Überzeugungals bewußte Beinflussung im Sinneeiner weltanschaulichen und poli-tischen Überzeugung
1.3.2. Materielle Funktion:
gemeinnützig:
eigennützig:
Einnahmen werden für caritativeoder altruistische Zwecke ver-wendet( z. B. Mission, Kirchenbau)Einnahmen werden zur Verbesserungder eigenen wirtschaftlichen Lagebenützt( Spiele bei Saisonarbei-tern)
1.3.3. Soziale Funktion:
homogenisierend:volksbildnerisch:
erzieherisch:
unterhaltend
alle sozialen Schichten werdenrelativ gleichmäßig einbezogenvom Aufbau einer Gruppe bis zurTextaufnahme und-bewältigungentwickelt sich ein LernprozeßVorbildwirkung auf die gesamteGemeinschaft durch ein speziellesmoralisches Verhalten einer Gruppe
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