c) Wachsstockhalter
Neben den gebräuchlichen Kerzen wurden etwa vom 16. bis zum 19.Jahrhundert auch Wachsstöcke in einfacher Form zur Beleuchtungverwendet. Die aus einer dünnen Kerzenschnur zu den verschieden-sten Formen gewickelten ,, Rodeln" wurden beim Brennen in der Kirchein der Hand gehalten oder auf die Bank gestellt, im Hause jedoch meistauf einen eigenen Wachsstockhalter gesetzt, der im wesentlichen auseiner Zange besteht, in die das hochgezogene Wachsende senkrechteingeklemmt wird, um so einen guten Brand zu gewährleisten.
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Wachsstockhalter, Schmiedeeisen. Flache Zange mit Klemmfeder,Arme mit Einkerbungen.
Vielleicht 17. Jahrhundert. Erworben in Salzburg, Stadt.1= 13,5 cm
Inv.-Nr. 55.741
Wachsstockhalter, Schmiedeeisen, Eisenguß und Eisenblech. Aufvier hohen, leicht gebogenen Füßen quadratische Standplatte mitlangem profilierten Stiel( ursprünglich mit Holzgriff versehen). Auf derPlattenmitte profilierter Rundstab mit drehbar angebrachter Zange mitKlemmfeder, Herzblattform.
17. Jahrhundert. Erworben in Wien.h= 24,5 cm, 1= 25,5 cm
Inv.-Nr. 55.734
Wachsstockhalter, Schmiedeeisen und Eisenblech. Vier nach außengebogene Beine mit quadratischer Standplatte mit ausgezackten Rän-dern und angenietetem Griff mit Muscheldekor. Auf der Plattenmittestark profilierter Rundstab mit Flügelmutter und waagrecht drehbarangebrachter Zange, ausgeschmiedeter Griffhaken.( Die Klemmfederfehlt.)
Um 1700. Erworben in Lindau, Bodensee.
h= 18,5 cm, 1= 16 cm
Inv.-Nr. 55.737
Wachsstockhalter, Schmiedeeisen und Eisenblech. Auf vier hohen,nach außen gebogenen Füßen quadratische Standplatte mit ausge-schnittenen Rändern; angenieteter Griff mit blattförmig ausgeschmie-detem Ende. Auf der Plattenmitte Rundstab mit waagrecht drehbarangebrachter Klemmzange. Oberfläche mit eingravierten Rankenmo-
tiven.
17./18. Jahrhundert. Erworben in Padua, Italien.h= 12,5 cm, 15,5 cm
Inv.-Nr. 55.748
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