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2 (1991) Lampen, Leuchter, Licht : Katalog. 2 / Aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde : Österreichisches Museum für Volkskunde, Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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zug der Petroleumlampe und der Osramlampe" auch von Wien her( durch den Erfinder Auer von Welsbach der Gasglühstrumpf, dieOsramlampe und der Cer- Feuerstein bzw. durch Ditmar die Petro-leumlampe) ausgegangen ist oder daß höchstwahrscheinlich in Wiendie Geschichte des Kristallusters begonnen hat?

2. Der Sammler Ladislaus Benesch

Seit ungefähr 85 Jahren befindet sich die bedeutende Sammlungaltertümlicher Beleuchtungsgeräte, die der Maler Oberstleutnant Edlervon Benesch in den Ländern der altösterreichischen Monarchie erwor-ben hat, im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien'. Diegroßen Umwälzungen auf dem Beleuchtungssektor seit dieser Zeitmögen es berechtigt erscheinen lassen, zumindest einen ausgewähl-ten Teil dieser Sammlung im Rahmen einer Sonderausstellung zuzeigen. Es mag das Schicksal vieler Sammler sein, daß nach einigerZeit wohl ihre Sammlung geschätzt und ausgestellt wird, die Personaber vergessen wird.

Wer war nun Ladislaus Benesch, dem wir diese großartige Kollektionzu verdanken haben? Bei Beantwortung der Frage können wir uns aufnur wenige Fakten stützen² 345

Ladislaus Benesch wurde am 10. 1. 1845 in Austerlitz, Kreis Brünn,Land Mähren, geboren, wo sein Vater Privatbeamter und Schloßleiterdes Grafen Kaunitz gewesen ist. Nach Abschluß der fünften Gymna-sialklasse entschied er sich für die Militärlaufbahn und trat am 26. 2.1861 in das 14. Infanterieregiment ein. 1864 nahm er als Kadett amFeldzug gegen Dänemark und 1866 am Feldzug gegen Italien teil, woer in der Schlacht bei Custozza schwer verwundet wurde. Und dieseVerwundung so schreibt er später war für ihn der Anlaß, sich derKunst zu widmen. In den Jahren 1869 und 1870 studierte er an derWiener Akademie Malerei, und ab dem Jahre 1884 war er Privatschü-

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Vgl. Michael Haberlandt, Besprechung des Buches ,, Das Beleuchtungswesen vomMittelalter bis zur Mitte des XIX. Jahrhunderts, aus Österreich- Ungarn, insbeson-dere aus den Alpenländern und den angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten.Erläuterungen der den Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses einverleibtenKollektion Altertümlicher Beleuchtungs- Geräte L. v. Benesch". Wien 1905. In:Zeitschrift für österreichische Volkskunde. XI. Jg., Wien 1905. S. 200.,, Qualifikationsliste Faszikel 172, Kriegsarchiv Wien".Grundbuchsblatt Abgang 1922, 1/135"( Kriegsarchiv Wien).

Grozdana Kozak: Ladislav Benesch. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in Ljublja-na, Narodni Muzej. Juli- August 1963.( Freie Übersetzung aus dem Slowenischen).Ulrich Thieme und Felix Becker: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler.Leipzig 1909. 3. Band, S. 323, Benesch L."

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