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Kleine Anzeigen zur Volkskunde
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Kleine Anzeigen zur Volkskunde

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Anm. S. 317-450 verraten erstaunliche Belesenheit. Sehr beachtlich ist derGedanke, Virgil als Schöpfer von Automaten und sich bewegender Figuren zu-sammenzubringen mit arabisch vermitteltem Fortwirken des Hero von Alexan-dria. Der deutsche Anteil an dem Weltläufig- Werden mancher dieser Legendenist beträchtlich. Das Stück Von Virgilio dem Zauberer" wird nach einer Mün-chener Hs. S. 453-471 herausgegeben. Allerlei Nachträge steuert Bolte bei,Zeitschr. f. Volksk. 5( 1934) 117 f. Über einen vielleicht stärkeren Einfluß ita-lisch- epichorischen Saggutes vgl. Ullman, Class. Philol. 29( 1934) 272. Beim Lieb-haber im Korb fehlt auch nicht die Oper von Richard Strauß, Feuersnot, sogarein Münchener Bühnenbild wird reproduziert, wie überhaupt das Fortleben inder Kunst gut berücksichtigt ist. Übrigens hat, was ich nachtrage, O. Rank inS. Freuds Traumdeutung 1919, S. 370 eine psychoanalytische Deutung dieserFeuergewinnung gegeben, die freilich nur Adepten dieser Disziplin über-zeugen wird.

K. v. Spieß, Deutsche Volkskunde als Erschließerin deut-scher Kultur. Berlin 1934, H. Stubenrauch. 269 S. mit 54 Abb. imText und auf 18 Tafeln.

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Der Titel und das Wesen des Buches decken sich nicht recht. Esbeschränkt sich nicht auf deutsche Volkskunde, erfaßt diese auch nurin gewissen Elementen, und erschließen will es nicht, wie man dochvermuten würde, heutiges deutsches Volkstum, sondern ,, die arischeÜberlieferungswelt" im Sagengut, in ihrer Zeitordnung und im Brauch-tum Glossar ::: zum Glossareintrag tum( Feuer, Wasser, Baum, Drama, Mahl, Trank, Gerichthalten, Ahnen-verehrung). In seinen Zielen also weitgespannt und zeitgemäß durch dieAbstellung auf das Rassenproblem und die tragende Rolle der nordischenRasse. Nützlich auch die Einleitung Der Weg zur Volkskunde"( wichtigz. B. für die Beurteilung der Brüder Grimm, wunderlich in dem UrteilS. 26 über A. Dieterichs berühmten Aufsatz unsere deutschen Volks-kundler sind nicht der Meinung, daß Dieterich ,, völlig in die Irre gehenkann, wenn er sich auf Gebiete begibt, in denen er nicht zu Hause ist"!).Der Stoff zur Rekonstruktion des arischen Gutes wird aus Mythen undRiten der verschiedensten Zeiten, Räume, Überlieferungsgebiete deralten und neuen Welt genommen, und kann mitunter vielleicht eherüber internationales Saggut als über spezifisch arisches oder spezielldeutsches Aufschluß geben; ich würde z. B. fragen, wieso der ägyp-tische ,, Meisterdieb" Herodots( S. 102 ff.) oder etwas so Anatolischeswie der in die vorderasiatische Welt ursprünglich gehörige Pegasus( S. 108) vgl. dazu Maltens bündigen Nachweis, Arch. Jahrb. 40( 1925)152für primär arisches Saggut gelten kann. Alles vielfach an-regend, aber vielfach auch recht subjektiv und künftig vielleicht ähn-lich umstritten wie das oben Bd. 29, 250 ff. angezeigte Volkskunst-buch von Spieß. Trotz allem: ein Versuch auf neuen Wegen und mitneuen Gedanken, mit denen die Forschung sich wird auseinandersetzen

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müssen.

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