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Äußerungen : die Oberfläche als Gegenstand und Perspektive der europäischen Ethnologie ; Beiträge der Dgv-Hochschultagung "Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstand und Perspektive der Europäischen Ethnologie" vom 28. bis 30. September 2012 am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXVII/ 116, 2013, Heft 1+ 2

umformuliert mit dem Ergebnis:» Äußerungen. Die Oberfläche alsGegenstand und Perspektive der Europäischen Ethnologie.<< ²

Heute bin ich um diese Reaktion des Hauptausschusses fast schonfroh, denn diese Tagungstitelgeschichte ist bezeichnend und verrätselbst schon einiges über unser thematisches Anliegen.»> Oberflächen-wissenschaft<<- das klingt und klang, wenn man es nicht gerade mitEdelmetallen oder Nanopartikeln zu tun hat³, unter strategischen Ge-sichtspunkten offenbar zu gefährlich. Mit der Besonderheit, dass dasProblem in diesem Fall nicht ein gähnender Abgrund, sondern im Ge-genteil dessen Abwesenheit zu sein schien: Man wünschte sich offen-bar geradezu das Einsinken oder gar den Sturz in die Tiefe.4 Warumeigentlich? Die Oberfläche hat ein Imageproblem.5 Es gibt dafür einigesprachliche Indizien.

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Gedruckt findet sich der cfp hier: Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstandund Perspektive der Europäischen Ethnologie( Call for Papers). In: dgv- Informa-tionen Folge 120, 2011, H. 4, S. 23-24.

Vgl. http://materials.unileoben.ac.at/de/1373/-( Zugriff: 20.8.2012):»> Ober-flächenwissenschaft beinhaltet grundlegende experimentelle und theoretischeWerkstoffwissenschaft, um ein besseres Verständnis der Phänomene an Oberflä-chen zu erlangen. Hierbei beinhaltet der Begriff Oberfläche auch Grenzflächenin Feststoffen, wie sie z.B. vermehrt in Nanostrukturen auftreten, und Grenzflä-chen zu Flüssigkeiten, Gasen( z.B. Oxidation) und/ oder Vakuum.« Auch: http: //www.fwf.ac.at/de/public_relations/press/nanowissenschaften.html-( Zugriff:

30.4.2013).

Zur semantischen Ambivalenz der Tiefe/ Abgrund- Metapher vgl. auch Alfred Dopp-ler: Der Abgrund. Studien zur Bedeutungsgeschichte eines Motivs. Graz u.a. 1968.Gleichwohl( oder vielleicht gerade deshalb?) haben Konzept wie Begriff der Ober-fläche in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichen disziplinären Perspekti-ven Aufmerksamkeit erfahren. Vgl. hierzu: Hans- Georg von Arburg u.a.( Hg.):Mehr als Schein. Ästhetik der Oberfläche in Film, Kunst, Literatur und Theater.Zürich, Berlin 2008; Mirjam Goller, Guido Heldt, Brigitte Obermayr u.a.( Hg.):Oberflächen(= Plurale. Zeitschrift für Denkversionen, o), Berlin 2001; HansJürgen Balmes, Jörg Bong, Helmut Mayer( Hg.): Tiefe Oberflächen(= NeueRundschau 113, 2002, H. 4); ferner: Monika Wagner: Berlin Urban Spaces asSocial Surfaces: Machine Aesthetics and Surface Texture. In: Representations102, 2008, S. 53-75( Kunstgeschichte); Hans- Georg von Arburg: Alles Fassa-de.> Oberfläche in der deutschsprachigen Architektur- und Literaturästhetik1770-1870. München 2008; Thomas Eder, Juliane Vogel( Hg.): Lob der Ober-fläche: Zum Werk von Elfriede Jelinek. München 2010( Literaturwissenschaft)sowie: Claudia Benthien: Die Tiefe der Oberfläche. Einführung. In: Dies.: Haut.Literaturgeschichte- Körperbilder- Grenzdiskurse. Reinbek bei Hamburg 2001,S. 7-24( ebenfalls Literaturwissenschaft).