Druckschrift 
Kurzgefasstes Lehrbuch der Gabelsbergerschen Stenographie (Redezeichenkunst). Preisschrift. bearb. von ---. 136. Aufl. Verb. der 93. Aufl. (usw.)
Entstehung
München [um 1903]
Seite
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Vergleichen und vertragen ist schöner als Zank und Klagen.Doppelt genäht hält gut. Der Reichtum der Welser war bekannt.Hans wird nicht lernen, was Hänschen nicht gelernt hat.

§ 17. Eu als Inlaut.

Die Konsonanzen rw, rb, rdSW. Zurückgelegtes s.

sm,

Eu, verwandt mit ei, aber etwas tiefer lautend, wird durchdie Verbindung der Zeichen für ei und u dargestellt.Steht eu als Inlaut, dann wird

1. der vorhergehende Konsonant tief gestellt( u) und mitdem folgenden durch einen schrägen Strich( ei) verbunden, oderes wird

2. der folgende Konsonant nach dem schrägen Strich tiefgestellt, wenn der Anlaut ein langes Zeichen enthält.

f, t, ch, cht sind schräg zu legen, das Zeichen für einist tiefstellungsfähig.

U kann ganz unberücksichtigt bleiben, wenn keineUndeutlichkeit entsteht.

-

eu-- Keule Beule, Leute Keuche keuchte seufzen( fz), neunZeug, scheuchen Scheune Leutnant Freund.

-

Merke: 1. Vorsilben werden mit den Sigeln verbunden,wenn diese aus dem Stamman laut gebildet sind.

Ausgenommen sind ganz' und, dürfen'.

2. Endungen und Nachsilben werden getrennt gesetztüber die aus dem Anlaut gebildeten Sigel für, bald, ganz,plötzlich, Punkt, speziell und Volk'.

Die Nachsilben heit, schaft, tum und ung behalten ihreStellung zur Grundlinie.

Mit allen übrigen Sigeln findet Verbindung statt.

3. Bei unser und euer werden die 2 und 3 silbigen Formen

nur im Bedarfsfalle unterschieden.

Anm.

Die Sigelverbindungen werden in den folgenden Aufgaben nachund nach hinter den Wortbeispielen aufgeführt werden, ebenso dieVorsilben, welche mit andern zusammengesetzt sind.

22,

278 3, 82, 832 522