Druckschrift 
2 (2012) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 2 / Chordophone / Walter Deutsch und Gerlinde Haid. In Zsarb. mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Elisabeth Egger... Mit einem Vorw. von Margot Schindler
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

Hackbretter

Saitentambourin

Das Saitentambourin wird in Kombination mit der Einhandflöte alsbordunierendes Chordophon im spanischen und französischen Teildes Baskenlandes und im spanischen Aragonien gespielt. Die individuellakkordisch gestimmten Saiten werden mit einem Stab angeschlagen.

44 Tambourin du Béarn- Saitentambourin aus dem BaskenlandSchenkung von Rudolf Trebitsch, 1913.17

Dieses Instrument wurde von Bernhard Harrichelar, einem Tischler in Alosbei Tardets im französischen Baskenland angefertigt.

Korpus: langgestreckter Kasten in ungleicher Breite aus Nuss; Gesamtlänge: 785, obere Breite:105, untere Breite: 170, Höhe: 67; Decken- und Bodenstärke: 4; Zargenhöhe: 59; Seiten- Zargenverlängert zu 2 Standfüßen; 2 Schalllöcher mit Rosetten aus Blech sternförmig ausgeschnittenund goldgelb gefärbt: Ø 95 und 70.

Besaitung: von den 6 Anhängestiften aus Holz, im oberen Zargenbrett eingeschlagen,laufen 6 Darmsaiten über einen breiten Steg zu den 6 hölzernen, handgeschnitzten Wirbeln,eingedreht im unteren Zargenbrett.

ÖMV 83.681

A

Das gold- gelbe metallene Deckblatt alsZierde für das Schallloch.

44

44

17 Vom Ethnologen Rudolf Trebitsch( 1876-1918) stammen die ältesten systematischen Sprachauf-nahmen zu baskischen Dialekten( 1913). Für das damals im Aufbau begriffene ÖsterreichischeMuseum für Volkskunde lieferte er eine beachtenswerte Sammlung baskischer Volkskunst.Vgl. Margot Schindler: Europäische Ethnologie. Das Trebitsch- Projekt. In: Begegnungen. Festschriftfür Konrad Köstlin(= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie der UniversitätWien, Band 32), Wien 2008, S. 274–287.

73