Raffele
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde diese auf nur dreiMelodiesaiten beschränkte Zitherform von der Volksmusikpflege inÖsterreich und Bayern aus der Spielwelt der ländlichen Gesellschaftin Südtirol 20 übernommen.
Das akkordisch- mehrstimmige Spiel auf den Saiten a¹ a¹ d¹ wird miteinem Plektrum- in schneller Folge hin und her gestrichen- erreicht.
24 Raffele aus Südtirol, gebaut um 1901
Ankauf von M. Red und Prantner, Bozen, 1913.
Korpus in schmalgebauchter Form ohne Wirbelstock; Gesamtlänge: 470, Breite: max. 230;Deckenstärke: 4; Bodenstärke 5; Zargenhöhe: 12-15; rundes Schallloch: Ø 75; 3 gedrechselteHolzfüße am Boden befestigt.
Griffbrett, Länge: 315, Breite: 40, Stärke: 3-5; 16 Bünde in diatonischer Anordnung; 3 Stimm-wirbel, vierkantig mit Ösen, durch die Decke in den Oberklotz eingelassen; 3 Melodiesaiten,Mensur: 367; beschädigter Anhängestock mit 3 Anhängestiften.
Dekor: Kerbschnittornamente um Schallloch, auf Decke und Deckenrand.ÖMV 32.470
M
Zithern
20 Karl Horak: Das Raffele in Tirol. In: Sänger- und Musikantenzeitung 28, München 1985, Heft 5, S. 317-322.
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