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Viktor Geramb : 1884 - 1958 ; Leben und Werk
Entstehung
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Königreich des Prinzen Johann❝732 benennt, wird aus dem unvollendetenManuskript von Oskar von Müllern fertig gestellt und herausgegeben. Inden beiden Viktor Geramb zugeeigneten Heften des 28. Jahrganges der Blätter für Heimatkunde"( herausgegeben 1954 vom Historischen Vereinfür Steiermark) veröffentlicht Maria Kundegraber ein Verzeichnis der wis-senschaftlichen Schriften des Univ.- Prof. Dr. Viktor Geramb", das allerdings[ i] n Auswahl" 733 zusammengestellt wird.

Am Ende von Hanns Korens Erinnerungsschrift Viktor von Geramb. EinLebensbild" von 1974734 wird eine Viktor- Geramb- Bibliographie❝735 ver-öffentlicht, die abermals von Maria Kundegraber erstellt wird, die ViktorGeramb bereits als wissenschaftliche Hilfskraft 736 in den späten 1940- erJahren unterstützt hat. Nach Meinung Dieter Anton Binders ist diese Bib-liografie, obwohl reichhaltiger als die Vorgängerin aus 1954 und ohne denHinweis auf eine Auswahl, leider[...] sehr lückenhaft"$ 737. Mag. Dr. JohannVerhovsek hat im Rahmen der Bearbeitung des Privatarchivs Geramb"( Forschungsprojekt am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie un-ter der Leitung von Ao. Univ.- Prof. Dr. Helmut Eberhart) in einer Computer-Datenbank die Gerambschen Publikationstitel verzeichnet und diese sindim zweiten Buchteil zu lesen.

17. EMERITIERUNG UND AUSKLANG

Durch seine späte Ernennung bleiben Viktor Geramb nur wenige Jahreals Ordinarius für Volkskunde. Auch wenn für Geramb seit dem 31. Juli1949 durch die Pensionierung als Landesbeamter die hauptamtliche Lei-tungsverantwortung für das Volkskundemuseum wegfällt, sorgt das neue"Ordinariat für genügend Arbeitsausgleich. Dies belegt ein Schreiben Ge-rambs an das Professorenkollegium der Philosophischen Fakultät der Gra-zer Universität vom November 1949, in dem er um die Weiterbestellungder halbtägigen wissenschaftlichen Hilfskraft738 für das kommende Jahr er-sucht und seine dringliche Bitte vom Jänner 1949 erneuert, die halbtägigeStelle aufgrund massiver Arbeitsüberlastung zu einer ganztägigen Stelle zumachen.739 Diese Bitte wird jedoch vom Professorenkollegium mit dem Hin-weis auf den fixen Stellenplan für das Studienjahr 1949/50 abgelehnt.740Geramb dürfte die Belastungen des Ordinariates auch deshalb vermehrtspüren, da er bereits in vorgerücktem Alter und sein Gesundheitszustandin den Nachkriegsjahren keinesfalls optimal ist. Schon in den Anträgen zuGerambs Ernennung ist fallweise von der Überbelastung durch zwei Ar-beitsfelder( Museum und Universität), denen sich Geramb nicht mehr ge-wachsen fühlt, die Rede.741 In seiner Korrespondenz mit Richard Wolframerwähnt Geramb gesundheitliche Probleme 742, einmal auch die schwereErkrankung seiner Frau743. In Gerambs vermutlich letzter Briefkarte anWolfram ist sein schlechter Gesundheitszustand schon vom Schriftbild her

GERAMB LEBEN 98