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Viktor Geramb : 1884 - 1958 ; Leben und Werk
Entstehung
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Historischen Vereines für Steiermark" 148. Genauso wie In den Blättern fürHeimatkunde publiziert Geramb auch in der Zeitschrift des HistorischenVereins für Steiermark" mehrfach zu volkskundlichen und historischen The-men( steirisches Bauernhaus, Geschichte des Grazer Leechhügels, Lite-raturschau, geistliches Spiel, Volkskunde des Savetals...). Nach der Auf-gabe dieser Funktionen bleibt Geramb Kassier des Vereines und als Beiratfür Volkskundefragen Mitglied des Vereinsvorstandes. 149 Gemeinsam mitFritz Popelka und Hans Heubach begründet Geramb, mit Hans Wutsch-nig 150 als Schriftleiter, 1923 die Blätter für Heimatkunde", deren 81. Jahr-gang 2007 erschien. 151 Die Blätter für Heimatkunde sind in ihrer Frühzeit( heute werden in der Regel längere Beiträge publiziert) ein Forum für vieleein- bis zweiseitige Miszellen, auch von( Museums-) Kollegen, Lehrern undFreunden Gerambs wie Anton Mell, Hans Pirchegger, Walter Schmid, KarlGarzarolli- Thurnlackh, Walter Semetkowski, Paul Schlosser, Karl Reiterer

etc.

7. DAS HEIMATWERK ALS BEISPIEL ANGEWANDTER

VOLKSKUNDE"

Bereits 1915 geplant und 1917 schließlich als, Volkskundliche Verkaufs-stelle" am Volkskundemuseum in die Praxis umgesetzt, möchte Gerambschon im Ersten Weltkrieg zum einen, Nachahmungen' von im Museumvorhandenen Originalen, steirischer Volkskunst herstellen lassen, dieseim Museum verkaufen und damit den Käufern eine Auswahl, guter, ge-schmackvoller und vor allem echter heimischer Andenken" anbieten. Zumanderen soll die Erzeugung dieser Andenken den zahlreichen Kriegsinva-liden( Neben-) Verdienst( ohne aufwändige Zwischenhandelsspesen) undBeschäftigung bringen und sie mit guter bodenständiger Volkskunst" 152konfrontieren die Vorform des späteren Heimatwerkes ist geschaffen. 153Anregungen für wirkungsvollere Umsetzungsmöglickeiten dieser Bestreb-ungen holt sich Geramb bei Auslandsreisen in der Zwischenkriegszeit nachMeldorf in Holstein( Deutschland), Dresden sowie skandinavischen undschweizerischen Museen. 154

Im Stöck!" des Museums, einem mit Spendengeldern errichteten Zubau 155kann Geramb am 7. Juli 1934 das, Heimatwerk" eröffnen. Dieses soll als Ver-kaufsstelle des Volkskundemuseums für die Erzeugnisse aus Haus- und Klein-gewerbe der Steiermark dienen. Neben der Intention, in wirtschaftlich schwie-rigen Zeiten Nebeneinnahmen für das Museum zu lukrieren, möchte Gerambmit dieser Verkaufsstelle das im Verschwinden begriffene alte bäuerliche Haus-gewerbe bzw. das Kleingewerbe und die dasselbe ausübenden Menschen för-dern. Über den Verkauf dieser Erzeugnisse möchte er einen neuen Marktfür seiner Meinung nach wertvolle und bodenständige Produkte schaffen undüber deren Verwendung quasi volkserzieherisch wirken. Über die bewusste

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