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Viktor Geramb : 1884 - 1958 ; Leben und Werk
Entstehung
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4. EXKURS: PRIVATES

Geramb darf seine anderen Stellungen weiter behalten und dadurch istes ihm möglich, nach fünfjähriger Brautzeit" 55 am 9. Juni 190956 Frieda,geborene Suppan zu heiraten.57 Gerambs Frau unterstützt ihren Mann le-benslang bei seinen wissenschaftlichen Unternehmungen.58 Viktor Gerambhätte ohne seine unermüdlich ihn und seine Tätigkeiten fördernde Fraukaum so viele seiner Pläne erfolgreich umsetzen können. V. a. schreibtFrieda Geramb in Zeiten, in denen Geramb seine Sehkraft nahezu völligeinbüẞt, vieles für ihn.59

Im August 1910 wird Gerambs einziges Kind, Tochter Friederike, gebo-ren.60 Diese heiratet 193161 den Historiker und Hörer Gerambs, Dr. WilhelmHerzog( 1906-1994). Aus dieser Ehe gehen sechs Kinder hervor.

5. JOANNEUM UND VOLKSKUNDEMUSEUM

Durch die Sekretärsstelle des Kuratoriums des Joanneums kommt Gerambmit dem Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum( gegründet 1811durch Erzherzog Johann62[ 1782-1859]) in Berührung, mit dessen volks-kundlichen Inhalten sich Geramb fortan beschäftigt. Am SteiermärkischenLandesarchiv ist Geramb bereits zuvor dem dort aufbewahrten Erzherzog-Johann- Archiv"( der schriftliche Nachlass, Tagebücher, Korrespondenz etc.Erzherzog Johanns) begegnet. So kann er bereits am Deutschen Histori-kertag, der 1911 in Graz stattfindet, mit einem Referat über die historischeund volkskundliche Bedeutung Erzherzog Johanns überraschen.63 DieserVortrag führt zu einer von Otto Lauffer( 1874-1949) 64 initiierten Resolutionauf eheste Drucklegung der bis dahin unbekannten" 65 Archivbestände, v.a. der Briefe und Tagebücher des Erzherzogs.66 Dafür ist allerdings keinGeld aufzutreiben.67 Aus diesem Vortrag erwächst allerdings der Aufsatz Erzherzog Johanns Bedeutung für die steirische Volkskunde" 68 in der vonAnton Mell redigierten Festschrift zum 100- Jahr- Jubiläum des Steiermärki-schen Landesmuseums Joanneum.

Aber Geramb verfolgt seit 1909 einen noch viel ehrgeizigeren Plan, hinterdem wiederum auch seine Mentoren Meringer, Mell und Luschin- Eben-greuth stehen.69 Geramb möchte den Abteilungen des Landesmuseumseine eigene Abteilung für die volkskundlichen Objekte der diversen Samm-lungen hinzufügen.70 Landeshauptmann Graf Attems steht dem Plan an-fänglich skeptisch gegenüber71, gestattet Geramb allerdings, einen Katalogder volkskundlichen Objekte anzulegen. Dieser wird schließlich sogar ge-druckt und am erwähnten Deutschen Historikertag an alle Teilnehmer( innen)ausgegeben.72 Den Ausführungen im Katalog nach zu schließen, sind da-mals im sogenannten Neuen Museumsgebäude" des Joanneums( heuteNeutorgasse 45 in Graz, errichtet 1890-1894), das 1895 eröffnet worden

GERAMBLEBEN

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