114
Franz Grieshofer
ÖZV LIX/ 108
schaft und in der Gesellschaft beschäftigen. In seinem Vortrag ,, Mo-ser, Schmidl, Trebitsch& Co.- Halbvergessenes aus der Geschichtedes Vereins für Volkskunde" macht Herbert Nikitsch( Wien) an Handeinzelner Persönlichkeiten auf die Tragik aufmerksam, dass geradejenen jüdischen Mitgliedern die Anerkennung verwehrt wurde, diesich für den Verein für Volkskunde engagiert und diesen oft auch mitfinanziellen Mitteln unterstützt hatten. Im Blick auf Eugenie Gold-stern zeigt Michel Cullin( Wien/ Paris) am Beispiel des Frankojudais-mus den Zwiespalt auf, vor den sich die Juden bei ihrer Suche nachIdentität gestellt sahen.
Zusammen mit dem Ausstellungskatalog bilden die Vorträge desinternationalen Symposiums einen wichtigen Beitrag zur Bewertungvon Eugenie Goldstern und zur Forschungs- und Sammlungs-geschichte der Europäischen Ethnologie.
Dafür sei nochmals allen TeilnehmerInnen herzlich gedankt, demOrganisationsteam, Margot Schindler für die Redaktion, insbesonde-re auch dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kul-tur, Abt. Z/ 4 Wissenschaftsförderung, und der Wissenschaftsabtei-lung der Stadt Wien( MA 7) für die finanzielle Unterstützung derTagung.