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Franz Grieshofer
ÖZV LIX/ 108
dem Elementaren in der Kultur. Die Sammlung Eugenie Goldstern",für den wir uns nach langen Erwägungen entschieden, zum Ausdruckkommen.
Schließlich fand die Eröffnung am 28. August 2004 statt. Erfreuli-cherweise nahmen auch viele der teilweise von weither angereistenFamilienmitglieder an diesem Ereignis teil.
Schon während der Konzeption der Ausstellung und des Katalogeswurde der Entschluss zur Durchführung eines Symposiums gefasst.Es sollte als Ergänzung und Erweiterung der Thematik und gleichzei-tig als Plattform für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Inhaltder Ausstellung und deren Umsetzung dienen. Dazu konnten wichtigeVertreter des Faches aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich undÖsterreich gewonnen werden. Ihnen gebührt großer Dank, dass dieReferate bis auf eines hier nun auch in gedruckter Form in der
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Reihenfolge des Programms vorgelegt werden können.Dieser gilt besonders dem Eröffnungsreferat„ Ur- Ethnographieund Moderne" von Konrad Köstlin( Wien), der gleich zu Beginn denTitel der Ausstellung einer kritischen Betrachtung unterzieht. Erbetont, dass Eugenie Goldstern selbst den Begriff ,, Ur- Ethnographie“nie verwendete, sondern dass es ihr um eine Erfassung der in altenTraditionen verhafteten Lebensumstände der Gebirgsbewohner ging.In die gleiche Richtung zielt der Beitrag ,, Lust am Feld" von ChristineBurckhardt- Seebass( Basel), die leider kurzfristig an der Teilnahmeverhindert war, die aber den Text schickte. Darin werden nicht nurdie Feldforschungen Eugenie Goldsterns thematisiert, sondern auchihre Stellung als Frau innerhalb des Wissenschaftsgefüges.
Losgelöst von der Person lässt sich allerdings sehr wohl feststellen,dass die Suche nach Survivals die Ethnologie zum Ende des 19. Jahr-hunderts bestimmte. Dazu war bereits im Vorfeld ein Artikel von Bernd-Jürgen Warneken( Tübingen) erschienen, der für die Tagung gebetenwurde, die Thematik des ,, primitivistischen Erbes der Volkskunde" imZusammenhang mit der Ausstellung nochmals zu akzentuieren.
Ausgehend von einem Vergleich der Entwicklungen in den Kultur-wissenschaften in Amerika und Europa verweist Reinhard Johler( Tübingen) in seinem Beitrag auf die Bemühungen Michael Haber-landts und den von ihm geleiteten SchülerInnen um die Etablierungeiner europäischen Völkerkunde/ Ethnologie/ Volkskunde.
Der Direktor des Wiener Völkerkundemuseums, Christian Feest,liefert dazu eine interessante Ergänzung, in der die Stellung Michael