lung bezieht sich auf die persönlichen Ausgaben des Herzogs, nicht auch aufdie der Braut, die der Vater in Holland bestritt.
Da sind nun u. a. Trinkgelder verrechnet, die allen Überbringern vonSchenkungen aus der Bevölkerung oder einer Herrschaft am Reiseweg gegebenwurden:„ Item Michl fronvischer und sein[ e] gesellen,[ die] schankchtenmeinem herrn visch, dem knecht trinkchgelt 12 dn."/ 2 Knechten des Bischofsvon Passau, der ebenfalls Fische schickte, 36 dn./„ Item di burger daselbnschankchten meinem herrn auch visch, dem knecht tr. 24 dn." Dann erhieltenzehn Schiffsknechte, die die Fürstin von Passau nach Schärding führten,je 12 dn. Trinkgeld. Auslagen auf Opfergeld, Wein und Badgeld wiederholtensich ohne verdeutlichende Zusätze.„ Item zu Lincz almusn 4 wiener[ Pfennige]"- von da an wurde in Wiener Währung verrechnet ,, Item zu Krems zulecz in dem kloster 1 pf. w./ Item den schulern[ den dortigen Klosterschülern,die den Herrn vermutlich angesungen hatten] 24 w./ Item in dem strudlsancto Nicolao 16 w. 16)".
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Bei der Ankunft in Wien gab man umb klain ding" und für Leute, diedas Kleidergepäck vom Schiff bringen halfen,„ von den watsekchen ab demwasser zu tragen", 20 w. aus, dazu noch, 1 w. einem plintten mit einem huntt".Ein Eintrag„ Item dem moler von schilten zu moln an di Häuser zu Wienn1 pf. 16 w. dn." betrifft die( auch in den niederländischen Quellen oft belegte)Gebräuchlichkeit, bei Fürstenbesuchen das Hauswappen des Gastes an denvon ihm und seinem Gefolge bezogenen Herbergen anzuschlagen. Die Höhe derVergütung läßt annehmen, daß ein Maler des Wiener Hofes die Anfertigungbesorgt hatte, wofür ihm dann auch eine persönliche Dankerstattung zukam.Weiters erhielten drei Hofbedienstete eine Gratifikation dafür, daß sie, wie esebenso in der bayerischen Heimat bräuchlich war, den Herzog außer nächt-licherweile auch bei feierlichen Gelegenheiten mit brennenden Kerzen gelei-teten. Für die in Wien zu erwartenden Turnierfreuden hatte schon zuhausesein Waffenmeister namens Pfaffenvanger alles vorbereitet,„ wes er bedorfftzu seinem stechgeschirr und stechzeug und zu den rossen", sein GoldschmiedHeinrich hatte ihm Silberbleche für den Brustpanzer geschlagen, und Maler-knechten war für„ des Herrn Zeug", Reiterdecken und andere Roẞzier zu be-malen, ein Trinkgeld zugekommen. Daß der Gast dann aber im Stechspielnicht nur erfolgreich abgeschnitten hatte, verrät ein Eintrag im nächstenJahrgang, in dem der Rechnungsführer den Ankauf eines besonders wendigenTurnierrosses meldete:„ Item Purkharten dem Sekkndorfer geben für ein roẞ,darauf er meinen herrn zu Wienn ernider stach, 54 pf. 40 dn. rh[ einisch]."
Während eine eigene Sparte„ Varenden leuten" das Jahr hindurch nichtwenige Herolde, Spruchsprecher und Spielleute verschiedenster Art mit An-gabe ihrer Herkunft aufführt, bringt sie immer dort, wo ihrer allzuviele zunennen gewesen wären, nur summarische Abrechnungen und so leider auchfür die Festtage in Wien, mit einer gewiß beachtlichen Summe von 25 Pf. dn.,umgerechnet runde 100 Gulden.
Was schon eineinhalb Jahrhunderte früher der Dichter des Reimschwanks„ Der Wiener Meerfahrt" gerühmt hatte:„ Wiene daz ist lobes wert,/ da vindetman ros unde pfert,/ grozer kurzewile vil,/ sagen, singen, seitenspil./Swelch[ er] man[ n] hat den pfennink, der vindet manger hande dink..." 17).Da Herr Albrecht den nötigen Pfennig hatte, konnte er alles das genießen und
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