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hier durchwegs Dörfer in der Nähe der Stadt oder an Durchgangswegen ge-nannt werden; das Suchener Hochtal und das Hinterland fehlen, mit Ausnahmevon Hinterberg, völlig. Aus späterer Zeit wird uns hingegen von der Holz-warenerzeugung vor allem aus den, Walden", das ist aus dem abgelegenenHornwald mit seinen vielen kleinen Dörfern, berichtet. Vermutlich traf dasauch schon zu Valvasors Zeiten zu, ohne daß er diese Siedlungen ausdrücklicherwähnt hätte. Bei Valvasor wird auch zuerst das Gottscheer Wort für daskleine Trinkfäßchen überliefert:„ Bütschelein."") Wenn Valvasor 1689 überdiese Erzeugnisse schreibt, so dürfen wir annehmen, daß sie auch und geradeim Gottscheer Bereich in ältere Zeit zurückreichen. Berichten doch die Ver-ordneten des Herzogtums Krain im Juli 1616 an die niederösterreichische Hof-kammer entgegen den Klagen des Pfandinhabers der Herrschaft Gottschee,Hans Jakob Khisl, von den guten Huben im Lande und fahren fort:„ Zudemwohnen sie an einem Ort, daß sie nicht allein mit allerlei Victualien, sondernauch mit Kaufmannschaften, Leinwand, Getreide, Holzwerk und dergleichenhandeln und wandeln." 8) An anderer Stelle erfahren wir, daß sie u. a. nachBuccari( Bakar) mit ihren Waren Handel trieben ³), und Valvasor erzählt:,, Sonst behelffen sich die Meisten mit Spinnen und Holzhacken, die Vermög-lichere handeln mit Leinwand nach Fiume( Rijeka), Lousana( Lošinj?) undnach andren Orten selbigen Strichs." 10) Der Holzwarenhandel in das adriatischeKüstengebiet hat bis in unser Jahrhundert gedauert und scheinbar wurden nochlange die Putscherlein auch dorthin verkauft, wie einzelne erhaltene Fäßchenzu beweisen scheinen 11). Noch Hauffen spricht 1895 in seiner Gottscheer Volks-kunde u. a. von Tausenden von Fäßchen, die„ in alle Nachbarländer von Krainbis Wien, vor allem aber auch nach Kroatien und dem Balkan" versendet wur-den 12). Die Erzeugung der Holzwaren und damit auch der Putscherlein alsbäuerliche Nebenbeschäftigung scheint aber schon früher begonnen zu haben.
Als 1469, das sind 130 Jahre nach der ersten urkundlichen Nennung desDorfes Mooswald bei Gottschee und somit des ersten Beweises der Ansiedlungim Gottscheer Becken, der erste Türkeneinfall die unvorbereitete Bevölkerungtraf, begann eine Notzeit, die zu häufigen, sicher nicht unbegründeten Rebellio-nen der verzweifelten Bauern führte. Am 23. Oktober 1492 stellte KaiserFriedrich IV. in Linz das sogenannte Hausierhandelspatent„ an die Bürgerin der Gotsee" aus, in dem er„ seinen Leuten und Holden daselbst im AmteGottschee so von den Türken in Verderben gebracht sind, bewilligt mit ihremVieh, Leinwand und anderen Erzeugnissen auf das Krabatische und anderenEnnden zu handeln bis auf ferneren Befehl" 13). Zu diesem Zeitpunkt hatte dasLändchen bereits mehrere Türkeneinfälle hinter sich; der schlimmste war jenervon 1491 14). Vor dem historischen Hintergrund der Türkeneinfälle und er-möglicht durch den Waldreichtum dieses Karstlandes, der nie zerstört wurde,entwickelte sich ähnlich wie im nördlich benachbarten Reifnitzer Gebiet-eine rege Hausindustrie und ein Hausierhandel, dem wir die weite Verbreitungder schön und sorgfältig gearbeiteten kleinen Fäßchen verdanken.
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Janko Trošt, der beste Kenner der Reifnitzer Hausindustrie, betont diesaubere Ausarbeitung der Gottscheer Binderarbeiten; die hölzernen Reifen sindnach ihm im Gegensatz zu jenen der Reifnitzer zahlreicher, schmaler unddünner und haben sorgfältig verdeckte Abschlüsse. Die Putscherlein weisen biszu fünf Reifen auf beiden Seiten auf. Diese Eigenschaft betonte auch schon
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