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1 (2004) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 1 / Idiophone und Membranophone / Walter Deutsch und Maria Walcher. In Zsarb. mit dem Inst. für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie - Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Gerlinde Haid ... Mit Beitr. von Franz Grieshofer ...
Entstehung
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Glocken

Hornbostel/ Sachs 111.242

Bild: Leitkuh mit großertrapezförmiger Schelle.Foto: ÖMV.

Klöppelglocken

Hornbostel/ Sachs 111.242.122

Einen umfangreichen Bestand an Schallgeräten bilden die 61 geschmiedeten,23 gegossenen, eine hölzerne und drei tönerne Klöppelglocken. DieseInstrumentengruppe ist ein besonders gutes Beispiel für den überregionalenCharakter der gesamten Museumsbestände. Die einzelnen Objekte ent-stammen außerdem nicht nur verschiedenen Landschaften, sondern sindauch unterschiedlichen Anwendungsbereichen zuzuordnen. Wohl ist dieMehrzahl dieser Instrumente als Viehschelle" bestimmbar, doch findensich darunter auch Haus- und Schlittenglocken, Vereinsglocken, Sonder-anfertigungen für bestimmte Brauchformen sowie einzelne, hinsichtlichihrer Funtkion nicht einwandfrei definierbare Exemplare.

Trotz der uneinheitlichen Daten in Bezug auf ihre Herkunft und Funktionsind an den Instrumenten gemeinsame typologische Merkmale erkennbar,die eine überschaubare Gliederung des Bestandes zulassen. Hierbei bildetdie äußere Gestalt ein maßgebendes Kriterium. Die Klöppelglocken habenabhängig von ihrer Funktion verschiedene Tragevorrichtungen. Diese werdenin der Beschreibung nur dann berücksichtigt, wenn sie untrennbar mit demInstrument in Verbindung stehen oder Hinweise auf spezielle Anwendungs-formen geben.

Schellen( geschmiedete Klöppelglocken)

Die geschmiedete Art der Klöppelglocke wird- in terminologischerAbgrenzung zur gegossenen Klöppelglocke- als Schelle bezeichnet.Ungeachtet ihrer Herkunft und trotz ihrer unterschiedlichen Aus-formungen war es möglich, diese Schallgeräte aufgrund äußererKennzeichen näher zu bestimmen.

Drei formgebende Merkmale bildeten dafür die Grundlage:

die Form des Daches,

die Wölbung des Mantels,

die Öffnung.

Nach diesen Kriterien konnte jede Schelle des Bestandes einer derfolgenden vier Gruppen zugeordnet werden:

1. gewölbte Schellen

2. Rundschellen

3. trapezförmige Schellen

4. rechteckige Schellen

Glocken

IDIOPHONE

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