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Neue Marksteine : drei Abhandlungen aus dem Gebiete der überlieferungsgebundenen Kunst
Entstehung
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hälter für Weihwasser bildet. Schweiz 17. Jhdt., Höhe 17,5 cm. Katalog derMolthein- Sammlung, Nr. 134. toob mob

III Bruchstück. Gefaltetes Schweißtuch mit dem Kopfe Jesu( Dornen-krone) im Hochrelief( ca. 4 cm vorstehend). Dieser Kopf bildet den Behälterfür Weihwasser. Links ist noch eine Hand vorhanden, die den Bausch desTuches hält. Fraglich ist, zu welchem Vorwurfe( Veronika oder Engel alsSchweißtuchhälter) dieses Bruchstück gehört.( Glasurstellen sind noch zusehen. Über das Christushaupt( unglasiert) wurde mit Ölfarbe gemalt: dieHautfarbe ist grünlich. Braune Lockenhaare reichen bis zur Mundhöhe, derbraune Kinnbart ist gespalten. Das rechte Auge ist fast geschlossen, daslinke geöffnet. Die Nase ist kurz und breit, die Backenknochen sind auf-fallend stark hervorgehoben, das Gesicht ist breit.

Höhe 13,5 cm, im Dorotheum in Wien erworben, Inv. Nr. 26.281 d.Österr. Mus. f. Volksk. in Wien.

IV Das Haupt Christi mit breiter geflochtener Dornenkrone und ge-schlossenen Augen bildet allein den geräumigen Behälter für Weihwasser( Tafelbild 29). Die Reste des nicht mehr kenntlichen Schweißtuches sindornamental verziert und enden über dem Kopfe mit Bauschen. Oberhalbdes Kopfes ist das mit Dornen umflochtene und flammende Herz Jesu, vondem Strahlen ausgehen, zwischen zwei Rokoko- Ohrmuscheln gegeben.

Kröninger Majolika( Landshut), 18. Jhdt. Glasurfarben: Hell- undDunkelbraun, Gelb. Sammlung Richter, Wasserburg am Inn.

Anhang: Schließlich sind zwei im Besitze des Österr. Mus. f. Volksk. inWien befindliche Majolika- Stücke mit dem Passionsschweißtuche kurz zuerwähnen, die keine Weihwasserbehälter sind.

1. Aufsatzkachel, 20 cm hoch, in Salzburg erworben, Inv. Nr. 24.562, ZweiEngel halten das Tuch, Flachrelief. Glasurfarben: Weiß, Grün, Braun.

2. Aufsatzkachel, aus Südtirol, Höhe 17,5 cm, Inv. Nr. 21.971. Aus derLeitgruppe Zwei Engel halten das Tuch" ist ein dekoratives Zierstück mitzwei Putti und einem umsäumten kreisrunden Gesichte geworden, dessenBedeutung geschwunden ist. Flachrelief, Glasurfarben: Weiß, Blau, Gelb,Grün, Hell- und Dunkelbraun.

Nachtrag

Erst bei der Umbruchkorrektur sind mir die Titel der Arbeiten von FriedrichGerke: Das heilige Antlitz, 1940, und Das heilige Antlitz in der spätantiken Grab-malerei, 1944, bekannt geworden. Die Arbeiten selbst bleiben mir leider trotzallen Bemühungen unzugänglich.

Bildnachweis

Textbilder: Die Vorlagen für die Zeichnungen sind in den jeweiligen An-merkungen angegeben. Für Abb. 2 diente ein Photo des Nordischen Museums inStockholm, für Abb. 13 eine eigene Aufnahme.

Tafelbilder: Die Vorlagen hiefür sind zum Teil aus den jeweiligen An-merkungen zu entnehmen, im besonderen sind zu nennen: 1, S. Bettini, Früh-christl. Malerei, Fr. Deutike, Wien 1942, Tf. 72; 14, K. Hahm, Ostpreußische Bauern-teppiche, Diederichs- Verlag, Jena 1937, Tf. 34; 15, V. Sylwan, Svenska Ryor, Stock-holm 1934, Tf. 59; 17, Photo des Oberösterr. Landesmuseums, Linz; die Lichtbild-stellen folgender Anstalten: 18, National- Bibliothek in Wien; 19, Bundesdenkmal-Amt; 21, Kunsthistor. Museum, Wien; 5-7, 26-30, Österr. Museum f. Volkskunde;3, Dr. Gero Zenker; 4, 12, 31, eigene Aufnahmen.

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