Uhrmacher, rief die Stunden nicht mehr aus, er hatte schon Kontrolluhrenzu betätigen, und zwar am Glockenturm, am Geschäftshaus Pollak- Pfeiler-Schloßberg, am Hause Ziegler, im Oberort am Hegerhaus 102. Seine Helle-barde befindet sich im Hohenauer Heimatmuseum. Eine kleinere Hellebardewanderte von Haus zu Haus, aus dem einer der Bewohner, oft auch dieFrau, den Nachtwächter in seinem Amt unterstützte.
Ich selbst habe den Text des Nachtwächterliedes aufgeschrieben undübersetzt, Lehrer Zelesnik hat die Melodie aufgezeichnet. Dabei sangDomann auch eine von den Burschen gesungene Spottstrophe auf den Nacht-wächter vor, die ich hier gleich folgen lassen will. Bei Überprüfung derAufzeichnung durch andere Gewährsleute, Josef Tschapka und dessen FrauAnna, wurde mir mitgeteilt, daß der Nachtwächter die erste Strophe seinesLiedes bis Mitternacht gesungen habe, und zwar im Sommer ab zehn Uhr, imWinter ab neun. Um ein Uhr nachts habe er einmal in sein Horn, ein Rinder-horn, geblasen, um zwei Uhr zweimal. Ab drei Uhr sang er die zweiteStrophe seines Liedes. Hier nun die Aufzeichnung:
1. Chval pan buh hos- po- di- na Je- ži- že je- ho sy- na! Ude- ri- laGelobt der Herrgott die Hausfrau Maria) u Jesus ihr Sohn! Geschlagen
de- sa- ta( jedenacta dvanacta ho- di- na! Po- chva- len budt Je- žiž Christushat es zehnUhr! Gelobt sei Jesus Christus.
2. Sta- vej ho- re du- še ver- na- po- chval svo- je hos- po- di- na!Steht auf treue Seelen. ⠀ lobet eure Hausfrau( Maria)!
Ude- ri- la tre- zi ho- di- na! Po- chva- len budt Je- žiž Chri- stus!Geschlagen hat es drei Uhr! Gelobt sei Jesus Christus!
SPOTTVERS: Vy za- hnov- ké hos- po- di- ne zav- rej- te hu- syIhr Hohenauer Hausfrauen.sperret ein Gänse
svi- ňe ne- chod- za po uli- ci! Ja jsem hua- sny kde do no- ci!Schweine laßt sie nicht auf die Straße! Ich bin der Wächter der Nacht!
Zuletzt sei noch des Hohenauer Viehhirten und seinesInstruments gedacht, das nach Angabe der Gewährsleute( JosefTschapka, Altgemeinderat, und Johann Domann, Bahnpensionist, beide
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