,, Lehen"( Ober-, Mitter-, Unterlehen erinnert an die Dreifelderwirtschaft),,, Hofstetten",„ Hausäcker“,„ Überlend“,„ Braiten" u. a.;„ Neuriẞ" und,, Teiläcker" erinnern an die Aufteilung der Hutweiden, die„ Galgenberge"zeigen die alten Richtstätten an. Sonst kennzeichnen die Flurnamen meistdie Lage oder Art der Felder: Hochfeld, Talfeld, Sutten, Moortal, Weichsel-äcker, Schottern, Lahmfeld usw.
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Die ersten slowakischen Flurnamen tauchen um 1700 auf. Die Josephi-nische Fassion 1787 enthält folgende:( Hohenau)„ Diletzäcker"( dily- Teile,erinnern an eine Neuaufteilung von in den„ Lehen" liegenden Grund-stücken);„ Schiroki"( Breitäcker);„ Lutschky"( Wiesen, südlich der March-straße);„ Kladnik"( Blockholz, Wald und Wiesen im March- Thayawinkel);,, Inglata"( ebenso). Außerdem hat eine Flur, wo früher der„ Untere Teicht"war, die Bezeichnung„ Hrutka"( hrut- Scholle), die übrigen sind meistensÜbersetzungen wie„ Jazerko"( See),„ Vrbow"( Felbergrund),„ Kradlow"( Diebsgasse) 44),„ Vrhy"( Schanzen),„ Koschar"( wo Korbweiden wachsen)u. a. Ein Beispiel, wie immer noch neue Flurnamen entstehen, ist„ Dalky",wie die Deputats- und Pachtäcker der Gutspachtung genannt werden, von,, tal"( Teil, Rückentlehnung). Die Rabensburger„ Przietschken"( prcíček= kleiner Furz= Kleinäcker) heißt jetzt noch„ Prižka". Außer diesemeinzigen slawischen Flurnamen in Rabensburg führt die Fassion auch den,, Kroatenboden", ein Wald- und Wiesenstück, und das„ Kroatenfeld" an,1570,, Krobathen- oder Geresdorfer Feld" genannt. Auch in Bernhardsthalist ein ,, Kroatenfeld". Heute gibt es noch die slawischen Flurnamen:„, Past-wiska"( Roßweide),„ Volšu"( vul- Ochse),„ Uláhli"( ulahnit werfen,Gebärplatz der Schafe). In Bernhardsthal gab es die Flur ,, Trnowa"( trnDorn) und„, Morawska See".
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Kroatische Flurnamen sind meines Wissens nur mehr in Loimersdorfgebräuchlich: ,, deidje"( Wiesen gegen Haringsee, auf denen Kälber geweidetwurden),„ podvormice"( Hausäcker);„ Zadovrmice"( hinter den Gärten);,, jamine"( Schottergrube);„ rimlak"( auf dem Teichhof);„ zelini vrte"( Krautäcker);„ dolni lapti"( im Hagen gegen Witzelsdorf);„ struga"( alterWasserlauf gegen Kopfstetten);„ strjki"( tiefer liegende Gründe gegenHaringsee);„ grbe"( alte Schottergrube);„ reisicz"( Neuriẞ);„ pre kotly"( Kesseläcker). In der Slowakei haben sich kroatische Flurnamen bessererhalten, z. B. in Hochstädten„ Jeleni grb",„ Zaksim" u. a.
Flurnamen mit historischen Erinnerungen
Fast in jedem Ortsgebiet an der Grenze erinnert der Flurname,, Schanzl" ,,, šance“,„ Vrhy“,„ Hradisko“,„ straž" an die Verschanzungen, indenen die Bevölkerung bei Feindesgefahr Zuflucht gesucht hat. Sie sindmeist Erinnerungen an Befestigungswerke( Verhaue) aus der Türken- undKuruzzenzeit. In der„ Landes- Defension"( 1664) ist als besonders wichtigerwähnt der„ Paß Rohrwiese", wo noch das ,, Schanzl Parzt" an die Befesti-gung erinnert, und die„ Hohenauer Schanze" bei der Überfuhr, auf demheutigen Föhrenhügel", dem alten Disinfurt an der Alten March. ImRabensburger Revier gibt es eine„ Schanzenallee", im Hohenauer das,, Schanzl" in der ersten Marchschlinge oberhalb der Thayamündung. DieseSchlinge wurde an der schmalsten Stelle durch einen gezogenen Grabenverbunden, so daß eine Insel entstand, wo im dichten Holz die Bewohnerder umliegenden Dörfer, Deutsche und Slowaken, in der Türken-, Schweden-
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