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Die Nachbarschaft der Deutschen und Slawen an der March : kulturelle und wirtschaftliche Wechselbeziehungen im nordöstlichen Niederösterreich
Entstehung
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Geleitwort

Unser Museum ergreift gern die Gelegenheit, die vorliegende Arbeitvon Direktor Schultes über die volkskundliche Situation an der March imNordosten Niederösterreichs im Rahmen unserer Veröffentlichungen zupublizieren. Seit dem Beginn unserer systematischen Arbeit, nämlich schonunter Michael Haberlandt, war das Interesse an dieser problemreichenVolks- und Kulturlandschaft bei uns wach, wie die Aufnahme der reichenSammlung des Lehrers Benjamin Kroboth aus Unter- Themenau im BezirkFeldsberg beweist. Anton Schultes hat für die Umgebung seines Schulortes,Hohenau an der March, diese Arbeitsrichtung mit Glück fortgesetzt. Er hatin seinen Heimatbüchern darüber berichtet, und durch die Gründung desHohenauer Heimatmuseums allen weiteren Bestrebungen dieser Art einengewissen Mittelpunkt zu schaffen verstanden.

Die vorliegende Arbeit versucht, die an den lokalen Sammlungen undaus dem in Ort und Schule erfaßten Volksleben gewonnenen Stoffe derForschung dienstbar zu machen. Es ist in mancher Hinsicht ein ersterAnfang, nicht etwa eine geschlossene landschaftliche Volkskunde. Aber beider Problematik zweier aneinandergrenzender Sprach- und Staatengebietekann wohl besonders in unseren Jahrzehnten noch nicht viel mehr gebotenwerden. Die Aufgabe, das dauernde Sichdurchdringen der Nachbarschaftenöstlich und westlich der March liebevoll und verständniserfüllt darzutun, dasMiteinander nicht nur zu sehen, sondern auch vom sprachlichen wie vomsachlichen Gesichtspunkt darzustellen, diese in jeder Hinsicht bedeutendeAufgabe hat Schultes mutig auf sich genommen. Es war daher eine schöneVerpflichtung, seine Studien gerade von unserem Museum aus der Öffent-lichkeit vorzulegen.

Um diese Veröffentlichungen haben sich viele Helfer verdient gemacht.Dank gebührt Herrn Kustos Dr. Rupert Feuchtmüller, der wie in vielenFragen der Organisation der niederösterreichischen Volkskunde, so auch indieser dem Verfasser wie dem Herausgeber hilfreich beigestanden ist. DieDurchsicht des Manuskriptes sowie Korrektur und Register des Buches sindDr. Elfriede Rath zu verdanken. Die materiellen Grundlagen der Heraus-gabe haben vor allem die Niederösterreichische Landesregierung durch einebedeutende Subvention und das Kulturreferat der Marktgemeinde Hohenaudurch eine umfangreiche Subskription geschaffen. Diesen Ämtern und ihrenBeamten sowie allen den zahlreichen privaten Subskribenten des Buchesgebührt daher der herzliche Dank des Verfassers wie des Herausgebers.

Wien, 1. Mai 1953.

Leopold Schmidt.

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