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Masken in Mitteleuropa : volkskundliche Beiträge zur europäischen Maskenforschung ; anläßlich des sechzigjährigen Bestehens des Vereines für Volkskunde in Wien
Entstehung
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Gruppe nur eine solche Maske auftrat. Die Kragenbesätze undder Saum der Hosenbeine waren mit Schellen nach Narrenartverziert; heute sind die Schellen durch kugelrunde Messingknöpfeersetzt. Als Kopfbedeckung waren Strohhüte mit bunten Bändernsehr beliebt; in Jereka sah ich 1954 einen holzgeschnitzten Hut.In diesem Falle diente als Maske ein Stück weißer Leinwand mitausgeschnittenen Öffnungen für Augen und Mund. In neuererZeit wird diese Maske auch primitiv Glossar ::: zum Glossareintrag  primitiv bemalt. Sie wird amNacken zugebunden, der Hinterkopf wird aber noch mit einemKopftuch verdeckt und erst nachher wird der Hut auf den Kopfgestülpt. Mindestens so beliebt waren aber, augenscheinlich be-sonders in der westlichen Hälfte des Tales, Maskenkappen ausTierfellen. Der Gesichtsteil war aus einem Stück Kalbsfell mitAusschnitten für Augen und Mund, die restliche Kappe aus Schafs-fell. Oft waren an der Stirn ein Rehbockgeweih, Gemskrückelnoder Widderhörner befestigt. Die šeme", die als Weibs-personen Glossar ::: zum Glossareintrag personen auftreten( die Mutter und ihre Töchter), trugen dieübliche alte Frauentracht mit Kopftuch. Als Masken werden aberdurchwegs Leinwandstücke verwendet.

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Im großen Ganzen ist die Vermummung bis auf den heutigenTag erhalten geblieben, schade nur, daß gekaufte Papierlarvenimmer mehr die alten Masken ersetzen.

Es ist ein Wunsch jeder Hausfrau, daß die seme" im Hauseeinkehren, und sie hält deshalb die überlieferten Gaben bereit.Die Gaben werden teilweise verkauft, mit dem Erlös wird amNeujahrstag oder schon in der Silvesternacht im Dorfwirtshausein Schmaus veranstaltet, an dem auch die Mädchen der Auf-tretenden teilnehmen. In Stara Fužina besucht nach beendetemUmgang eine Abordnung der, seme" unter der Führung des,, Maire" jene Häuser, in denen neue Mädchen notiert werdenkonnten. Man erwirkt die Erlaubnis der Eltern, um das neue"Mädchen zum Schmaus und Tanz mitnehmen zu dürfen. Erst nach-dem sie mit den šeme" getanzt hat, gilt sie nämlich als heirats-fähig und darf Fensterlbesuche erwarten.

Zur Fasnacht treten im Oberen Tale Masken derselben Artauf. Wenn im Dorfe keine Hochzeit stattgefunden hat, so kommtdas Blochziehen in Betracht. Dies ist ein Schlitten mit einer ge-räumigen Kiste, in welche der Musikant mit der Ziehharmonikahineinsteigt. Eine šema" dreht eine an der Kiste befestigteKurbel und in der Kiste spielt der Musikant auf. Der Bloch"ist also hier mit dem auch anderswo üblichen Leierkasten zu-sammengeschmolzen. Man geht von Haus zu Haus, nimmt Krapfen

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