B. Pfettendächer
I. Blockpfettendächer: 1. Ansdächer 2. Blockpfettendächer3.( gemischte) Blockständerpfettendächer.
II. Mauerpfetten dächer.
III. Ständerpfettendächer: 1. Säulenpfettendächertendächer 3.( gemischte) Ständerpfettendächer.
IV. Pfettenstuhldächer.
C. Scherendächer
1. Einfache Schersparrendächer.
2. Erweiterte Schersparrendächer( mit Rähmzimmerung).
D. Sparrendächer
1. Einfache Sparrendächer( ohne oder mit Kehlbalken).
2. Erweiterte Sparrendächer( mit Rähmzimmerung).
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2. Stockpfet-
Es versteht sich, daß damit nur ein erstes Grobschema festgelegt wurde, das ge-nügend Spielraum für allenfalls notwendige Ergänzungen oder Erweiterungen offen-läßt, das aber zunächst einmal auf seine Brauchbarkeit hin allgemein zu überprüfen unddann festzulegen wäre.
Wiewohl wir uns in der vorliegenden Arbeit nur mit einem Einzeltyp( B/ IV) diesesEinteilungsvorschlages näher beschäftigen, so muß dennoch wenigstens in Kürze letztererselbst in seinen grundsätzlichen Zielen und Absichten etwas erläutert werden.
Die tragenden Dachhölzer( Dachbalken) und ihre Gefügemerkmalezur Bestimmung des Dachgerüstes
In der vergleichenden Hausforschung wird heute ziemlich allgemein und einhelligdie Auffassung vertreten, daß der Dachbau in Europa seinen Ausgang von Frühformendes sogenannten Pfetten- Rofen- Daches genommen hat 17. Eine endgültige Festlegungseiner verschiedenen späteren Gefügearten und Ausformungen wäre für unseren ganzenKontinent ein ebenso dringendes wie wichtiges Desideratum. In seiner historischen Dif-ferenzierung sollte daher der Bestand der Dachgerüsttypen doch wenigstens in den ver-schiedenen Einzelräumen, Landschaften und Regionen erhoben und nach einem einheit-lichen und gemeinsamen Klassifizierungsschema dargestellt werden, um auf diese Artzumindest die ersten Bausteine für eine weiterreichende Übersicht der Dachbauweisen inEuropa vorzubereiten.
Nach unserer Auffassung wird es sich nun empfehlen, für eine solche Zielsetzungdie Dachbauweisen nach ihrem Gefüge des Dachgerüstes folgendermaßen zu unter-
scheiden:
1. Nach den Dachbalken als längsgerichteten und firstbestimmenden, waag-recht- tragenden Bauelementen und ihrer Art der Lagerung, je nachdem ob diese,, frei"( d. h. ohne weitere Abbindung) oder„, a bgebunden"( d. h. durch Verbin-dungsglieder wie Bandwieden, Pflöcke, Nägel, Zapfen oder Streben usw. befestigt) er-scheint;
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17 Zur ursprünglichen Altverbreitung des Pfetten- Rofen- Daches vgl. u. a. Schepers,Josef: Das Bauernhaus in Nordwestdeutschland( wie Anm. 1), S. 18; Schier, Bruno: Haus-landschaften( wie Anm. 5), S. 44. Zum Alter desselben vgl. etwa noch Eitzen, Gerhard:Alte Bauernhäuser im südl. Fürstentum Lüneburg. In: Lüneburger Blätter 1953, S. 65.
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