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Fustanella und mit Krummsäbel, sein„ Stiefsohn", der zweite Führer( oxoriós),dahinter ein Arzt im Gehrock und mit Arzneitasche sowie zwei weißgekleideteKrankenschwestern, das Brautpaar, der Bajazzo( Taλnatoòs) mit einem Minarett( xoτCopès) aus buntem Papier am Kopf, umringt von Pallikaren in Fustanella undmit Krummsäbeln( tataɣávia), die ihn beschützen; es folgt Mлаμлα- Σéу, eineArt Weihnachtsmann mit weißem Bart, der Alte und die Alte mit Spindel, derSatan( Letrávy) mit riesigen Schwanzauswüchsen er hält einen großenPfeifenkopf und macht Lärm; als letzter der Araber. Alle außer dem Brautpaartragen Glocken und Klappern, die Araber sogar mehrere Reihen um die Mitte ge-bunden. Die Masken sind aus Draht und Papier und sorgfältig ausgeführt. DasFest hat solche Bedeutung, daß die Masken früher sogar in Konstantinopel be-stellt wurden.- Jedes Dorf bildet seine eigene Maskenprozession und besuchtmöglichst viele umliegende Dörfer. Man beginnt deshalb schon am Dienstag oderMittwoch der Vorosterwoche und besucht bis zu fünf Stunden weite Dörfer. Je-weils am Abend kehrt man zurück. Die beste Gruppe ist die am sorgfältigsten ge-kleidete, die die weitesten Umgänge gemacht hat. Beim Zusammentreffen zweierGruppen kommt es zum Kampf; Sieger ist, wer das Minarett am Kopf des Ba-jazzo mit dem Schwert abschlägt. Es ist das Symbol der Gruppe wie etwa eineFahne. In den Häusern singt man panegyrische Lieder, dann den Lazarusthrenosmit der berühmten Frage an den auferstandenen Lazarus, was er denn im Hadesgesehen habe, und einen Epilog mit Wünschen für die Auferstehung Christi. InHäuser, die Trauer haben, geht man nicht. IV. Eier werden in Körben gesammelt,Geld. V. Mammopulos, 1964: A', 138 f. B', 177 ff.
1503) I. Arjyrokastron( 64, 2 c). II. Palmsamstag. III. Kinder mit verschiedenen Waffenund Glocken gehen in den Dörfern umher. Voran der Fahnenträger( μлaïpax-tápne), dahinter der Ntoopytoбuns mit einem Schwert in Händen, verschiedeneGlocken und Lärminstrumente umgehängt. Dann folgen Alter und Alte, dasBrautpaar und verschiedene Glockenträger. Begegnen einander zwei Gruppen,kommt es zum Kampf. Man hält mit Säbelrasseln, Schwerterschwingen undGlockenscheppern vor den Häusern und singt das Lazaruslied. IV. Eier, Trocken-früchte. V. Anonym, 1930 a.
1499)( 11e) Papachristodulu, 1955: 33. 1500) và Aataped( 112, 12 a)Tsakiris, 1969: 152. 1501)( 9 d) Jeorgulas, 1968: 58. 1504) Oi Aάta-pot( 64, 2 c) Megas, 1951: 3, 90; 1956: 142 f. 1505)( 2 c) Hahn, 1854: I,
156.
1.7.2.2.4. Sonstiges
1507) Capála. I. Avdyra( 78, 12 b). II. Oktober, vor der Aussaat. III. Ein ,, Araber"schwärzt sich das Gesicht, setzt einen Strohhut auf, um nicht erkannt zu werden,stopft sich den Buckel mit Gras und Baumwolle aus, hängt sich Glocken um dieHüften und Messer und sorgt für Ordnung. Auch eine Alte kommt vor, ein Mäd-chen, eine schwangere Frau, die Beteiligten an einer türkischen Hochzeit usw.Vor den Haustüren wird getanzt und Scherz getrieben. Beim Zusammenstoßzweier Gruppen kam es früher zu Gemetzeln, wie die Toponomastik beweist.IV. Ein Teller voll Weizen, der verkauft wird. V. Hs 2392: 43 f.; Imellos,1960/61: 406 ff. VI. Bei der Aussaat gilt es als schlechtes Vorzeichen, wenn je-mand den Weg kreuzt oder abschneidet.
1511) I. Neon Suli( 8 j). II. 23. April, Tag des hl. Georg. III. Der Drachenkampf wirdsymbolisch dargestellt: Ein Bursche des Dorfes verkleidet sich als hl. Georg; erträgt einen roten Mantel und hält eine Lanze in der Hand; auf einem weißen
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