ein schwarzer Seidenmantel mit Kapuze. Männer tragen eine weiße Halbmaske,Frauen eine schwarze. Mлaoóta wird in der Folge der Name der schwarzenFrauenmaske; dieselbe wird das ganze Jahr über getragen. Daß man damit selbstin die Kirche ging, geht aus einem Ansuchen des Metropoliten an die veneziani-sche Behörde hervor, das Betreten der Kirche in Masken zu verbieten. Im 18. Jahr-hundert wird der Karneval zur ausgesprochenen Ventilsitte, denn gegenüber son-stigen Gepflogenheiten dürfen die Frauen auf die Straße( maskiert) und ungestraftMänner belästigen. So manches Mauerblümchen packt die Gelegenheit beimSchopf, aber auch sozial Unterprivilegierte können ihrer Unzufriedenheit Luftmachen. Das geht soweit, daß das Maskentragen auch zu politischen Morden be-nutzt wurde. V. Konomos, 1953: 263 ff.
1050) Ipoownides. I. Ioannina( 150, 9 c). II. Karneval. III. Das Maskentragen wareines der ersten Privilegien, das den Türken von der Bevölkerung abgefordertwurde. Am Faschingssamstag findet eine Maskenparade im Stadtzentrum statt,Gruppen von fünf bis sieben Männern tanzen in anatolischen Trachten, nehmenPassanten fest und fordern Lösegeld. Die Masken haben große Augen undSchnurrbärte. V. Krystallis, 1892: 97 ff., 1948: B', 161.
1051) I. Patras( 376, 5 c). II. Karneval 1961. III. Verkleidungen, Makenbälle, Musik-orchester, am letzten Sonntag ein Wagenumzug von 2 km Länge; ca. 150.000 Zu-schauer. V. Andriopulos, 1961: 32 f.
1041) Tà Pórala( 77, 4b) Drosinis, 1883: 121 ff. 1042)( 77, 4b) Vla-chojannis, 1932. 1043) κούλουμα, ταράματα( 77, 4 b) Konstantaras,1950: 375 ff. 1044)( 77, 4 b) E. B. 1959: 19, 30. 1045)( 6 a) Protopapa-Bubulidu, 1957: 11 ff. 1046)( 6 a) Simopulos, 1973: 551 f. 1048)( 6 c)Kalojiras, 1946: 1, 109 ff. 1049)( 1a) Ronas, 1957: 328. 1052)Σοκολατοπόλεμος( 376, 5 c) Hs 580/1969: 66 ff.
1.7.1.3. Ländlicher Karneval
Der dreiwöchige Karneval, eine Krisenperiode im Jahreslauf wie die Zwölften,zeitigt Manifestationen gesteigerter Vitalität, die auch die gültige Wertordnung durch-brechen. Alles ist anders. Keiner soll den anderen erkennen. Habitus und Kommunika-tion werden hauptsächlich von sexuellen Topoi bestimmt. Diesen Sinn haben auch dieGeschlechtswechselverkleidungen. Die grundlegende Aktionsform ist weiterhin der Sam-melumzug, oft beschränkt auf Verwandte und Bekannte. Als attributive Festmanifesta-tionen treffen wir Tanz, Gesang, Gelage, Weintrinken, Feuer u. ä. an. Der Höhepunktliegt am Ende des Karnevals: Käsesonntag und Reiner Montag. Basis und Finalität derMetamorphose ist der„, agnostische Effekt" der Verkehrten Welt, wozu die„ wahllose"Verkleidung genügt.
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1059) Moutoouveç. I. Anaku( 43, 1 c). III.„ An den beiden Sonntagen des Faschingsmaskierten sich die Burschen niemals Frauen-... Sie trugen Pluderhosen,nahmen Trommeln von den Türken und schlugen sie, wurden Bräute, schwärztensich, spielten die Schwangeren, machten als ob sie niederkämen, schrieen, und dieLeute lachten." V. Kostakis, 1963: 242.
1062) Kapvaẞáλta. I. Sitaria( 456, 12 a). III. Kleine Kinder schwärzen ihr Gesicht, dieErwachsenen verkleiden sich und ziehen herum. Sie werden eingeladen, bekom-men Geschenke und stehlen den Hennen Eier. V. Eskitzoglu, 1958: 259 ff.1066) M' cooov. I. Skiathos( 7 c). III. In den beiden Faschingssonntagsnächten verklei-det sich Groß und Klein. Am Reinen Montag laufen Männergruppen verkleidet( ohne Maske) durch die Straßen und singen obszöne Faschingslieder. V. Rigas,1970: 4, 404 f.
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