sich stützend auf einen mündlichen Bericht, stellt den Sachverhalt etwas andersdar: Nach 1900 wird selten gespielt. Thema ist die Aufbahrung des Krantonellos,einer blumengeschmückten Menschenfigur aus Sand geformt, die beweint wird.Dann stampft man sie in den Sand, bis nichts mehr zu sehen ist. Die Autorin be-zweifelt einen rituellen Bezug; der Brauch wurde immer schon von Kindern aus-geführt( dazu auch Kakuri, 1946: 166).
993)( 60,3) Hs 1896 B': 88. 994)( 174, 11 d) Argenti/ Rose, 1949: 380 f.995) to paxapóvt( bei 194, 4 d) Sakkas, 1954: 129. 997)( 229, 5 g) Megas,
1956: 120.
1.6.4.3. Lazaruswiegen
Die Lazaruspuppe ist Zentrum von Aktionen, die mit Tod und Wiederauferstehungvon Lazarus in Zusammenhang stehen. Das Wiegen bezieht sich auf die Vorstellung, dieWiederauferstehung geschehe in Form einer Wiedergeburt; Lazarus wird daher„ ,, folge-richtig" als Kleinkind gesehen.
1003) I. Sarakatzanen. II. Palmsamstag. III. Während den Lazarus am Vortag bei seiner,, Grablegung" ein verkleidetes Kind darstellt, erfolgt die Auferstehung mit einerPuppe. Vom frühen Morgen an sammeln die Kinder auf den Feldern Blüten undGrün, vor allem Spargeltriebe( Apotropäum). Die Auferstehung wird in jedemKonak separat gefeiert. Zwei gekreuzte Stäbe werden mit Stoff und farbigenKleidern, oder den Taufkleidern eines Kleinkindes( wrixia) überzogen, dannmit Blüten und Spargeltrieben geschmückt. Gleichzeitig werden kleine Körbe mitBlumen verferigt. Diese Anfertigungen geschehen in freudiger Atmosphäre. Denganzen Tag über gehen die Lazarusknaben( Aatapoódia) um und singen ihr Lied.Es sind drei: Einer hält die Puppe des gestorbenen und wiederauferstandenenLazarus sowie einen geschmückten Korb für die Gaben, die anderen halten Glok-ken in Form der epirotischen Glockenbretter. Bei Einbruch der Nacht wird diePuppe zerstört und in eine ferne Bergschlucht geworfen. IV. Ein bis drei Eier.V. Hatzimichali, 1957: pa' ff., Kakuri, 1965: 32 ff.1005) I. Lagos( 254, 12 a). II. Palmsamstag. III. Am Vorabend werden Lazari verfer-tigt, verkleidete Besen. Die Mädchen sind bemüht, jeweils den schönsten zu haben.Der Sammelumzug erfolgt am Morgen des Festtags( vier bis fünf Mädchen). Siesingen ein kurzes Lazaruslied und Speziallieder. Der Lazarus wird während desSingens gewiegt. IV. Eier, Mehl, Geld, das aufgeteilt wird. V. Christidu,1968: 246.
1007) I. Skyros( 464, 7 c). II. Palmsamstag. III. Lazarus besteht aus einem durchlöchertenSchöpflöffel( atdepoyovλtápa); jedes Loch ist mit einer weißen Blüte verziert; alsMund dient eine rote Nelke. Der Löffel wird auf zwei gekreuzte Holzstäbe ge-bunden und mit einem Hemd bekleidet. Der Sammelumzug wird mit dieser Figurdurchgeführt. IV. Geld, Eier u. a. V. Perdikas, 1940: A', 135.
1004)( 11 a) Megas, 1956: 125. 1006)( 456, 12 a) Eskitzoglu, 1968:289. 1008)( 304, 12 a) Anonym, 1970: 240. 1009)( 2b) Stamuli- Sa-ranti, 1950: 494. 1010)( 11 e) Hs 1484: 29.
1.6.4.4. Sonstiges
1016) I. Farasa( 389, 1 c). II. Reiner Montag. III. Die Mädchen gehen ins Freie undspielen ,, Bräute"( vopadóxxes), d. h. sie formen Puppen und spielen Hochzeit.V. Lukopulos- Petropulos, 1949: 101.
1011)( 389, 1c) Lukopulos- Petropulos, 1949: 122 f. 1012) xovμñá-pos( 8 e) Karapatakis, 1971: 294. 1013)( 359, 6 b) Hs 2344: 427. 1014)( 1a) Epifaniu- Petraki, 1964: 1, 95. 1015)( 475, 1 b) Papadopu-
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