gen zu sein als die verbale Interaktion, die meist erst zur ersten hinzutritt. Insofern istder ,, Sängerwettstreit" selten„ rein" anzutreffen.
1.6.1.1. Sportliche Agone
841) Ixtovpéo. I. Skopos( 462, 2 a). II. an den Samstagen der Fastenzeit. III. TürkischeRinger( Texißávdes) und Einheimische tragen Ringkämpfe aus. V. Kalokar-du, 1946/47: 158.
845) I. Peloponnes( 5). II. um 1796. III.„ Der Faustkampf ist noch in Griechen-land und in der ganzen Levante üblich; man sieht daselbst Leute, welchedem Publikum dieses Schauspiel für eine Belohnung geben. Sie legen ihre Kleiderbis auf eine kurze lederne Hose ab, und bestreichen den Körper mit Oel, um vonihrem Gegner nicht so leicht gepackt werden zu können. Sie beginnen damit, sichdrohende Gebärden zu machen; fassen sich darauf an den Armen, umklammernsich endlich und strengen alle Kräfte an, einer den anderen zu Boden zu werfen.Sie enthalten sich des Schlagens und thun sich selten Schaden. Die verschiedenenStellungen, in denen sie erscheinen, bieten dem Künstler ein interessantes Schau-spiel dar." V. A. L. Castellans Briefe über Morea und die Insel Cerigo,Hydra und Zante, Weimar 1809, 178 f. Dazu Simopulos, 1973: 684.848) Giostra. I. Zakynthos( 6 a). II. Am Donnerstag der Käsewoche vom 29. I.1656 bisins 19. Jahrhundert. III. Die giostra oder torneo entwickelt sich aus den Turnier-kämpfen der west- und mitteleuropäischen Fürstenhöfe und gelangt durch dievenezianische Herrschaft nach Zante. Der maestro di campo war Organisator undMäzen der Veranstaltung, die ursprünglich als Vergnügung des jungen italienischenAdels gedacht war, später aber auch bei der griechischen Bevölkerung beliebtwurde. 1703 wurden die Ausgaben auf 100 Dukaten reduziert, 1711 waren es nochweniger. 1739 verschwand der Brauch überhaupt. Im 19. Jahrhundert versuchtedie britische Verwaltung, diesen enorm beliebten Sport wiederaufleben zu lassen:Am 26. 4. 1834 in Kerkyra und am 22.- 23. 4. 1835 in Zakynthos( Zante) fandenbelegte Giostren statt. Ab Jahrhundertmitte und durch die zunehmenden politi-schen Spannungen regrediert das Spiel zusehends. Als Stadion wurde eine Ört-lichkeit in der Stadt Zakynthos benützt( Mлóxaλn), später ein Straßenstück imBereich der Tatsia Poбya. Die Straße war mit Teppichen und Blumen ge-schmückt. Die Reiter, prächtig in ihren Kleidern, waren auf die Zahl 12 be-schränkt. Es handelt sich weniger um ein reines Pferderennen als um eine Form desZielring- Stechens. Es gab zwei Arten: corse all' anello, wo die Reiter aus vollemLauf die Lanze in einen Kreis stechen müssen, und corse alla quintana, wo sie mitder Lanze eine Feder oder Münze( piastra) auf dem Kopf eines anthropomorphen,schwarz gefärbten Holzstabes( mascaron moro) treffen müssen. Der gezielte Lan-zenstich aus vollem Lauf ist mehrmals auszuführen.-„ Die Wettkämpfer tratenvor den ausrufenden Behörden an, um vor Beginn des Wettkampfes ihre Nameneintragen zu lassen. Und zwar deshalb, weil sie aus der Klasse der Adeligen seinmußten, abzüglich der Strafverfolgten und der auf Kaution Freigelassenen. Wäh-rend des Karnevals war das Maskentragen statthaft, verkleidet und maskiertdurfte aber keiner am Kampf teilnehmen. Die Aufrechterhaltung der Ordnungoblag dem Spielleiter( Stadtápxys) und Kampfrichter(' Aywvodíxns), der jährlichzusammen mit den übrigen öffentlichen Ämtern gewählt wurde. Vom Ausruferder Spielregeln aufgerufen, begaben sich die Reiter zum Ostende der Straße, inglänzenden Kleidungen und die Lanzen vorgestreckt, auf das Startzeichen einesTrompetenstoßes hin gaben sie ihren Pferden die Sporen und, begleitet von denermutigenden Zurufen und Schwenken der Taschentücher der in den Fenstern
10%
147