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Brauchtumserscheinungen Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumserscheinungen im griechischen Jahreslauf und ihre Beziehungen zum Volkstheater : theaterwissenschaftlich-volkskundliche Querschnittstudien zur südbalkan-mediterranen Volkskultur
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794)( 1a) Ronas, 1957: 328. 796)( 501, 9 b) Nitsos, 1926: 147 f. 797)o. O. Benekos, o. J.: 5 f. 799)( 450, 8 g) Ganulis, 1934: 223 ff. 801)( 464,7 c) Konstantinidis, 1901: 171. 802)( 2 c) Hahn, 1854: 155. 803) Grl.Megas, 1951: 3, 83 ff. 805)( 310, 4 b) Sakkas, 1966: 161 ff. 806)( 11 a)Monojios, 1927: 50. 807)( 7 b) Wace- Thompson, 1914: 141. 808)( 9)Anonym, 1929 d: o. S.

1. 5. 3. Akte mit ambivalenten Aspekten

Das Schlagen der Eingangstüre des Hauses hat mehrere ambivalente Aspekte: Esdient dem Aufwecken der Bewohner oder zur Drohung, daß man beim Nichtöffnen dieTür einschlagen werde; infolge der berührenden Kraft des Stockes hat es auch fertilitäts-promovierende Bedeutung, als heftige Lärmerzeugung ist es ebenso Apotropäum desBösen vom Haus. In Kleinasien kommt es zu Sonderformen des Sammelumzuges, wobeidas bei den Verkleidungen so wichtige Nicht- Erkannt- Werden eine Rolle spielt( vgl.Nr. 823).810) Njk. I. Damaskinea( 105, 8 g). III. Kinder mit verdickten Stöcken( thoμmаvíxеs)hämmern an die Türen und singen die Kalanda. Bei Geschenkverweigerung schla-gen sie solange an die Haustür, bis diese einbricht. Der Glückspilz unter den Sän-gern tritt in das Haus und schürt das Feuer mit dem Stock auf. Er spricht einenProsperitätswunsch. IV. Kastanien, Äpfel, Nüsse, Kringel( xλoopec), die am Vor-tag gebacken werden. V. Hs 1103: 5.

814) Wnk( xóvta). I. Kakoplevrion( 170, 7 d). II. Vornacht. III. Am Nachmittagdes Vortages werden Stöcke mit einer großen Verknotung geschnitten. Jedes Kindversucht, den größten Knoten zu haben. Um Mitternacht versammeln sich dieKinder mit Stöcken und Fackeln bei der Kirche und gliedern sich in Gruppen zuje 15-20 Mitgliedern mit jeweils einem Kassier. Sehr zum Ärger der Bewohnerläuten die Knaben die ganze Nacht die Kirchenglocken. Mit den Stöcken schlägtman an die Türen und fordert zum Öffnen auf. Das Lied wird abgesungen, nachdem Eintreten wird ein Prosperitätswunsch gesprochen und mit den Stöcken aufden Boden geschlagen. Bei den Jungen im Alter von 18-20 Jahren ist dieser Stocksehr groß und die Verknotung erreicht Kopfgröße. IV. Nüsse, Apfel, Kringel,Geld. Den verwandten Kindern gibt man mehr. Jeder erhält im Durchschnittfünf bis sechs Drachmen. V. Hs 1409/1971: 16 ff.

823) Njk( xávra oder xoυtlépeμa). I. Farasa( 389, 1 c). II. Vortag. III. Am Nach-mittag bereiten acht- bis zwölfjährige Jungen, und Mädchen höchstens bis zehnJahre, ihre xovttépta vor. Das ist eine Eisenplatte mit fünf Zähnen unten und inder Mitte zwei drehbaren Zähnen, die als Haken verwendet werden können. DiesePlatte hat oben einen Haltegriff bzw. einen Ring, durch den ein langes Seil( páupa) gezogen wird. Eine Gruppe besteht aus zwei, drei oder vier und mehrKindern, die auch einen Geschenksack( toлpà) mit sich führen. In der Abend-dämmerung wird das on pavτpo 40 der Kirche geschlagen, die Kinder ziehen los.Sie steigen über eine Stehleiter von außen in das Obergeschoß( dua) der Häuserhinauf. Sind die Häuser nebeneinander gebaut, so gehen sie einfach von δῶμαzu doua, ohne herabzusteigen. Nur wenn es nicht anders möglich ist, steigen sieüber eine Stehleiter durch die Luke im Innern des Hauses ins Obergeschoß, da sieauf diese Art erkannt werden. Oben begeben sie sich sofort in die Ecke, wo sichder Rauchabzug( xáπ) befindet. Hier singen sie das Lied des" Et Basin, 41

40 Vgl. Anm. 33.

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wird wie à vor a, o, u, als Gaumenlaut ausgesprochen.

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