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Brauchtumserscheinungen Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumserscheinungen im griechischen Jahreslauf und ihre Beziehungen zum Volkstheater : theaterwissenschaftlich-volkskundliche Querschnittstudien zur südbalkan-mediterranen Volkskultur
Entstehung
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Eine Schwalbe kommt/ übers weiße Meer geflogen,/ setzte sich und sang:,, März, mein guter März,/ und trüber Februar,/ wenn du auch schneist undgießt, riechst du doch nach Frühling."

Oder( Passow, 1860: 226, CCCVI):

Meine flinke Schwalbe,/ meine flinke Schwalbe,/ die du aus der Wüste kamst,/was bringst du uns Gutes?/ Die Gesundheit und die Freude/ und die roten Eier.

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Nach anderen Versionen überfliegt die Schwalbe nicht das Weiße, sondern dasSchwarze Meer. Es handelt sich aber doch eher um Symbolfarben als um geographischeZonen. Eine längere Fassung findet sich in Neoenvixà' Aváλexta t. I, 361, sehr freiübersetzt bei Lüdeke, 1964: 242, 170 b.( Hier stellt sich deutlich das Problem derglättenden, dem Reimzwang folgenden Übersetzung, die zu völlig neuen Versen, 16 und23, führt.) Lüdeke, 1964: 241, 170 a bringt auch die Übersetzung des antiken Pen-dants nach Athenaios, 8, 360 c.

621) xeλidóvisua. I. Metrai( 325, 2 a). II. 1. III. III. Kinder ziehen mit einer Holz-schwalbe um, an deren Hals ein Glöckchen hängt, das bei jeder Bewegung zubimmeln beginnt. Sie tragen auch einen Korb mit Efeublättern, aus dem die Haus-frau nach Absingen des Liedes eine Handvoll nimmt und in das Schwalbennest desHauses legt, damit die Schwalben viele Eier bekommen. IV. Zwei Eier. V. Me-gas, 1951: 3, 83 ff.

626) Xelidóvioua. I. Raum Didymotichon( um 112, 12 a). II. Frühlingsbeginn. III.Kinder nehmen von der Kanzel der Kirche die Taube( Darstellung des Hl. Geistes)ab, befestigen sie auf einem langen Stock, der während des Umzuges hochgehaltenwird. Man singt verschiedene Frühlingslieder. IV. Eier. V. Manakas, 1959:

274.

628) I. Ioannina( 150, 9 c). II. 1. März, zur Türkenzeit. III. Türkische Kinder in einerGruppe von 10-15 besuchen türkische Familien und öffentliche Büros der Stadt.Sie halten die, Schwalbe" an einem langen Stock. Sie besteht aus einer Zitroneoder Zwiebel, an deren Schalen Tauben- oder Hühnerfedern aufgeklebt sind. Siesingen ein kurzes Lied, ein eigenes Heischelied, wenn der Hausherr zu gebenzögert, ein Dank- und Segenslied sowie ein Spottlied bei Weigerung. IV. Zucker-stücke, Trockenfrüchte, selten Geld. V. Sala magas, 1953: 263 ff. VI. DieseTechnik der Schwalbenherstellung ist sonst nirgendwo nachzuweisen.

632) xeλidóvopa. I. Provinz Philippopel( 2 b). II. 1. März, 19. Jahrhundert. III. Übereiner Holzbasis( Brett) erhebt sich ein hölzerner Halbkreis, durch dessen Mitte einedrehbare Achse verläuft, an deren unterem Ende eine Schnur aufgewickelt und fi-xiert ist. Auf der Spitze der Achse ist die vielfarbige Holzschwalbe befestigt. Be-ginnt man an der Schnur zu ziehen, so dreht sie sich aus und die Schwalbe drehtsich lärmend. Durch den Schwung dreht sich die Schnur von selbst wieder ein.Die größeren Kinder halten beim Umgang auch xλtoбvxta, d. s. Holzstöcke miteinem stumpfen und einem spitzen Ende. Sie singen zwei Liedvarianten. IV. Eier,Geld. V. Skordelis, 1861: 450 ff.

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633) Xeλidóvoa. I. Griechen in Nordthrakien( 2 b). II. 1. März, bis 1906. III. Schoneine Woche vorher wird eine hölzerne Schwalbe mit Handgriff( Xεpoбλ) vorbe-reitet, mit Grün geschmückt, weiß und schwarz bemalt. Ist sie ohne Handgriff,dann steht sie auf einer mit Bändern und Efeu geschmückten Schachtel. Noch vorSonnenaufgang gehen die Kinder damit zu befreundeten oder bekannten Familienund singen das Schwalbenlied. Sie halten auch Weidenzweige oder Efeu in derHand. V. Vogazlis, 1956: 190 f. VI. In Südthrakien geschieht dasselbe am1. oder 9. März. Für Tsakili( 494, 2 a) siehe auch Opaxixà 9, 311, für Tsanto und

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