nep). Dem spekulativen Element dieser Interpretationsweise steht der methodische Nutz-effekt der Analogiebildung als vorläufiger Arbeitshypothese gegenüber.
441) povoálat. I. Jannitsa( 156, 8 h). II. Vom zweiten Weihnachtstag bis Theophanie( Zwk). III. Burschen in Gruppen( zehn bis zwölf Mitglieder), mit einem Anführer,tanzen einen Schwertertanz und singen ein Lied. Beim Zusammentreffen von zweiGruppen kommt es zum Kampf. V. Hs 1684/1972: 147 f.
452) Zwk. I. Pulantzaki( 417, 1 b). II. Vorabend, 1892. III. Die Schüler der beidenobersten Schulklassen und die Lehrer sowie etwa 15 Burschen bilden zwei Grup-pen. Am Morgen des Vortags werden die Gruppen in der Schule ausgewählt sowiezwei Lyraspieler und zwei Harmonikaspieler. Führer der einen Gruppe ist immerder Schuldirektor. Vor dem Abend versammelt sich die Gruppe im Hause desAnführers. Beim Umzug werden in ernster und freudiger Atmosphäre die Tropa-rien des Festes gesungen. IV. Anschließend wird bei den Familien gegessen, getrun-ken, getanzt und Geld gesammelt für Witwen und Waisen. V. Thiopulos,1954: 2390 f.455) Lzk. I. Dyrrachion( 119, 5 b). II. Vortag. III. Ca. zehn Mädchen und ein Bursche( vtaßhápys), 23 der sie begleitet, beginnen unter dem Geläute der Kirchenglockenden Umgang. Die Lieder beziehen sich weniger auf Lazarus als auf die kommendenOstern. Sie werden in zwei Halbchören, fast kanonartig, gesungen, d. h. der eineHalbchor beginnt, bevor noch der andere geendet hat. An den Hausherrn und dieFamilienmitglieder werden Prosperitätswünsche gerichtet. V. Mavroidis,1962: 576 ff. VI. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Brauch unter-brochen.
439)( 439, 5 c) Hs 1466/1971: 55. 440)( bei 208, 2 b) Hs Luludo pulu, 1903:194 f. 442)( 177, 4 f) Hs 1616/1972: 71 ff. 443)( 307, 12 a) Hs 2374: 85. 444)( 126, 6 b) Hs 2344: 134 f. 445)( 301, 6 b) Hs 2344: 257 f. 446) povуxáτoia( 261,12 a) Hs 2343: 298. 447)( 426, 11 e) Hs 2263: 141 f. 448)( 3) Hs 1473: 36. 449)( 512, 11 b) Hs 1160 A': 115. 450)( 99, 4 e) Hs 916: 355. 451)( 56, 11 e) Arnott,1956: 562 ff. 453)( 7 c) Karydakis, 1968: 22 ff. 454) povyxátora( 431, 12 a)Grammtikoglu, 1969: 186 ff.
1.3.2.3. Gruppenorganisation und Speziallieder
456) Zwk.( povɣxatotápia). I. Kastoria( 201, 8 e). II. In alter Zeit vom Vortag vonWeihnachten bis zum 8. I., später nur am Vortag von Weihnachten und Neujahr.III. Kleine Kinder und Burschen. Viele Speziallieder bis zu persönlichen Charak-tereigenheiten werden in langgezogener und trauriger Melodie vorgetragen. Alleversuchen, ihre Stimme tief und voll zu machen( um nicht erkannt zu werden?).IV. Zu Weihnachten Kastanien und Nüsse, kleine Kinder bekommen kleine Wür-ste( mitoxes). Zu Neujahr wird Geld in Papier gewickelt, angezündet und ausdem Fenster geworfen, damit man sieht, wohin es fällt. Ferner gibt man Wein,Schnaps und Brot. V. Hs 1101 a: 9.
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457) Lzk. I. Lidorikion( 270, 4 g). II. Palmsonntag. III. Vier Mädchen und einφλαχτής( φυλακτής Wächter, Beschützer; muß verheiratet sein, muß Kinderhaben und darf kein Witwer sein, in Fustanella und mit Stock für Hunde) bildeneine Gruppe und singen von früh bis spät die Kalanda. Die Lieder beginnt manschon einen Monat vorher zu lernen, denn es sind viele, und das Stocken im Textbzw. das Vergessen von Worten gilt als außerordentlich schlechtes Zeichen für die
23 Vom Verb vtaßpavto:= gesund, stark, lebhaft sein. Der Bursch trägt gewöhnlich nichtnur den Eierkorb und wehrt zudringliche Hunde ab, seine Eigenschaften beeinflussen in denAugen der Bevölkerung auch die Wirkung der Gruppenaktion.
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