394) Maik. I. Kastoria( 201, 8 e). II. 1. Mai. III. Mädchen verteilen Blüten und singenLieder. V. Kukules, 1940: 60.
395) Njk. I. Sifnos( 11 a). II. Vortag. III. Kinder und Männer mit Instrumenten tragenLieder vor, die jedes Jahr neu gedichtet werden und Lokalbegebenheiten satirischaufs Korn nehmen. In sprachlicher Unebenheit und Funktion gleichen sie den Kar-nevalsliedern. V. Andruliakis, 1911/12: 652 ff. VI. Die angeführte Quelleenthält auch 15 Lieder aus dem Jahr 1910, bei Evangelidis, T. E. KálavdaEv Lipvw, Aaoypapia( 1913/14) 280 ff. ein langes Lied aus dem Jahre 1829, das alsκωμῳδία bezeichnet wird.
398) Osterkalanda. I. Zypern( 3). II. Karsamstag abends ab 10 Uhr. III. Zwei bisdrei Burschen gehen um und singen das cpaoódw the' Avάotasis( 99 Verse). Beiallen Häusern, die nicht öffnen, stehlen sie Holz. IV. Sie bekommen zwei bis dreiEier und Kringel. V. Kliridis, 1924: 204. VI. Dann entzünden sie im Kirch-hof mit dem gestohlenen Holz das Osterfeuer( λaμmраxiày) und läuten die Glocken,damit die Leute zur Auferstehung kommen.
399) Lzk( xalavrýpa). I. Nisyros( 11 e). II. Festtag, auch лpóτn Aaμmph( ErsteOstern) genannt. III. Schüler singen nicht die Lzk, sondern das Schwalbenlied( sonst am 1. März). IV. Eier. V. K. Romaios, 1964: 38.
403) Njk. I. Anchialos( 46, 2 b). III. Ein patriotisches Lied über die Meɣáλn' Idéa, dieGroße Idee wird gesungen. V. Arjis, 1930: 19 ff. 20
405) Thk. I. Mikro Chorio( 333, 4 e). II. Vortag, früher. III. Männer( xaλnuspádeç,Guten- Tag- Sager genannt) ziehen in Gruppen umher und singen improvisierteLieder auf den heiratsfähigen Sohn und die Tochter des Hauses sowie auf denAusgewanderten. IV. Sie werden mit Imbissen und Wein bewirtet. V. Kutsu-kis, 1969: 158.
380)( 538, 9 c) Hs 1908г: 34. 381)( 6) Hs 2337: 325. 382)( 536, 11 a) Hs 2342:116. 384)( 275, 6 c) Hs 1354/1971: 56. 388)( 304, 12 a) Anonym, 1970: 236 f.389) Anonym, 1970: 237. 390)( 80, 8 c) Kosmas, 1964/65: 226. 391)( 6 c) Vunas, 1968: 21. 393)( 372, 9 d) Kukules, 1940: 60. 396)( 4 b)Seferlis, 1910: 685 f. 397)( 18, 11 b) Paraskevaidis, 1936: 46 ff. 400)( 6 c) Kalojiras, 1946: II, 256. 401)( 77, 4 b) Lukatos, 1963: 1 ff. 402)( 311, 2 b) Spandonidis, 1931: 65. 404)( 7) Kolotsios- Dimofilos,1962: 56. 404)( 11 e) Papachristodulu, 1963/64: 193 ff. 405)( 254, 12 a)Christidu, 1968: 242.
1. 3. 2. Differenzierte Form
1.3.2.1. Speziallieder( Kalanda mit variablen Liedern für verschiedene Personen)
Der Ausdruck, Speziallieder" wurde deshalb anderen Bezeichnungen vorgezogen,um die säkulare Privatheit der Akklamation gegen die religiöse Offizialität der Kalandaabzusetzen. Diese persönlichen Enkomia werden fast nur in Zusammenhang mit denKalanda des jeweiligen religiösen Festes gesungen und folgen unmittelbar, mit oder ohneÜbergang, auf diese, und enden meist mit der Gabenforderung. Die in allen Liedsamm-lungen durchgeführte Trennung ist eigentlich künstlich. Die Speziallieder, abgestimmt auf,, spezielle" Personen im Sozialrahmen der Dorfgemeinschaft wie Pfarrer, Lehrer, Dorf-vorsteher, oder nach Berufen abgestuft: Bauer, Viehzüchter, Hirt, Matrose usw., oder
19 Das Lied ist unter 1.3.1.1. vollständig übersetzt.
20 Die ,, Große Idee" meint hier die Wiedereinnahme Konstantinopels, den Einzug desKaisers in die Hagia Sofia, und die ungebrochene Weiterführung des byzantinischen Reiches.Diese ,, Idee" bestimmt die griechische Außenpolitik bis 1922.
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