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Volkskultur : Mensch und Sachwelt ; Festschrift für Franz C. Lipp zum 65. Geburtstag
Entstehung
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Das Sitzbrett kann auch bei Einbruch der schlechten Jahreszeit entfernt werden. Füreine solche Sitzgelegenheit ist auch weiter außerhalb, etwa am Waldrand oder in derNähe der Straße, aber auch im Garten, Platz. Diese ,, primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  primitiven" Bänke habenwohl die weiteste Verbreitung erfahren.

Solche festen Holzbänke haben ihre Entsprechung in Stein an wichtigstenGebäuden der Märkte und Kleinstädte. Auch sie bestehen aus einer länglichen Stein-platte, die auf steinernen Unterstützungen ruht. Solche meist alte Steinbänke wirkenwie eine feste Verbindung zur Mauer und stehen auch oft bei Eingangstüren. Z. B.in Eggenburg am Hauptplatz 10), in Weitra am Rathaus ¹¹), in Mauthausen am Leo-pold Kaindl- Kai ¹²), in Klagenfurt am Alten Platz ¹³), in Mürzzuschlag beim Freiber-gerhaus, einem alten Hammergewerkenhaus. 14) Zwischen zwei Toren befindet sicheine Steinbank an der Fassade des Christallnig- Palais Klagenfurt, aus dem 16. Jahr-hundert. 15) An der Mauer von Rathaus und Casino gab es in Baden um 1800Steinbänke 16), ebenso eine in Mödling am Schrannenplatz um 1840.17) Bäder undallgemeine öffentliche Einrichtungen statteten ihre Hausfronten mit solchen steiner-nen Bänken aus, wie in Baden das Bürgerspital, das Ursprungsgebäude und dasTheresienbad, die 1909 bzw. 1885 demoliert wurden. 18) Eine einfache Steinbank, dieder bäuerlichen Sitzgelegenheit des Salzkammergutes entspricht, ist noch heute inRohrau im Haydn- Haus, nun im Hof unter dem Dachvorsprung, aufgestellt. 19) An-dere Bänke haben nur die Sockel oder Füße, auch ,, Stumpen", aus Stein, das Sitz-brett jedoch aus Holz. 20).

Neben der kleinen hölzernen Hausbank gibt es die schmale niedere Holzbankohne Lehne mit zwei, vier und sechs Unterstützungsbrettern, die fest oder beweglich( je nach ihrer Länge) aufgestellt wird. Sie wird ebenfalls neben der Eingangstür,aber auch auf beiden Seiten davon angebracht. Wir finden lange Bänke an großenHausfassaden in Salzburg), Tirol 22), Oberösterreich 24), Kärnten 25), Steiermark 26),Niederösterreich 27) und in Ungarn 28). Ebenso auch in Böhmen 29), im Küstenland 30)und in Westgalizien und Wohlhynien ³¹).

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Neben diesen festen Hausbänken gibt es auch noch die beweglichen,die man je nach Wetter aufstellt und deren Standort gewechselt werden kann. Schondie Bezeichnungen dieser Bänke ergeben gewisse Unterscheidungen. So gibt es unterden beweglichen Bänken die ,, Sommerbank", wie man sie im Salzkammergutnennt. Sie wird im Frühling vor das Haus gestellt, und zwar unter die Dachtraufebeim Eingang in das Wohnhaus. Im Herbst wird sie sodann in das ,, Gangl", den

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