Vorwort
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Die seit 1980 in dreijährigem Rhythmus vom Österreichischen Fach-verband für Volkskunde in Zusammenarbeit mit dem Verein für Volks-kunde ausgerichtete Österreichische Volkskundetagung fand 1998 aufEinladung des diesen Band mitherausgebenden Direktors des Oberöster-reichischen Landesmuseums in Linz statt. Die endgültige Wahl desTagungsthemas, der eine rege Diskussion der eingegangenen Vorschlägevorausgegangen war( von denen die Mehrzahl ohnehin um ,, Volkskundeund Stadt" kreiste), erfolgte nicht zuletzt in Hinblick auf den Veranstal-tungsort, die„, Donaustadt am Alpenrand", der schon vor nunmehr vierJahrzehnten Hans Commenda eine zweibändige„ Stadtvolkskunde"gewidmet hat. Dem in Fachzeitschriften veröffentlichten Aufruf, ein Refe-rat anzubieten, kamen 28 Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland,Kroatien, Österreich und Spanien nach; alle flossen in das vorläufige Pro-gramm ein, das schließlich absagebedingt noch eine geringfügige Reduk-tion erfuhr. Durch den seit bald zwanzig Jahren geübten Verzicht aufSektionen nahm die Veranstaltung viereinhalb Tage in Anspruch; eineÄnderung dieser Struktur scheint hinsichtlich einer zeitlichen Straffungkünftiger Kongresse zumindest überlegenswert.
Das Abgehen vom üblichen Termin der Österreichischen Volkskunde-tagungen, der Woche um Fronleichnam, war durch die Tatsache bestimmt,daß sich die Organisierenden durch die Anbindung einer wissenschaftli-chen Veranstaltung an vielfältige Aktivitäten im zum„ Linzer Kulturmo-nat" erkorenen September eine gewisse Öffentlichkeitswirkung erhofften( die allerdings weitgehend ausblieb). So folgte eine wechselnde, aber kei-neswegs überbordende Zahl von Teilnehmenden( wofür unter anderemwohl der ungewohnte Zeitpunkt und die dem Tagungs- und Tagestouris-mus förderliche gute Verkehrslage verantwortlich zeichneten) mit Interes-