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Netzwerk Volkskunde : Ideen und Wege ; Festgabe für Klaus Beitl zum siebzigsten Geburtstag
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Ethnographisches Objekt- Vernetzung- HolismusEin Versuch habitualer Interpretation für die

Erforschung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Karl R. Wernhart

Dieser abstrakt anmutende Titel steht mit den wissenschaftlichen und kulturpoli-tischen Anliegen, sowie mit dem Selbstverständnis von Volkskunde als kultur- undsozialanthropologische Fachdisziplin ebenso in engem Konnex wie mit der zu ehrendenPerson, Hofrat Prof. Klaus Beitl, dessen anerkannte Leistungen in diesem Beitragunterstrichen werden sollen.

Ethnographische( Museums-) Objekte stellen kulturelle Manifestationen ethni-scher bzw. sozialer Gruppen in zweifach vernetzter Form dar:( a) im soziokulturellenBereich ihrer Produktion sowie ihrer Ver- und Anwendung und( b) im Bereich derVerwahrung als museal wertvoll erkanntes Objekt. Beide Bereiche sind für die Erfor-schung und Durchdringung( Interpretation) des Gegenstandes selbst und für das ihnumgebende wie das durch ihn vermittelte Umfeld von Wichtigkeit; beide Dimensionenhat der Fachwissenschafter zu berücksichtigen. Damit werden notwendigerweise Wis-senschaftskommunikation und Fachgeschichte wie auch mitmenschliche Interaktioneneingeschlossen. Dieser duale Ansatz von Kommunikation und Interaktion läuft aufbeiden Forschungsebenen eingebettet im Konzept von Zeit und Raum ab, unterliegtdamit auch einer vernetzten wie holistisch zu betrachtenden Realität und wird voneinem durch Werte und Normen der Gesellschaft bestimmten Habitus gesteuert: sowohlbei der Produktions- und Verwendungsgemeinschaft als auch bei der Erforschungs-,Verwaltungs- und Präsentationsgruppe der scientific community. Diese Palette von zuberücksichtigenden theoretischen Ansätzen, methodologischen Aufgaben und prakti-schen Ausführungen sind für den Museologen, ob Fachreferent oder Leiter einesMuseums oder einer Forschungseinrichtung von Wichtigkeit. Klaus Beitl hat diesenvielschichtigen Perspektiven stets durch seine offene und kommunikative Sicht Rech-nung getragen, d.h. er hat die Menschen und deren Objekte inkl. der ihnen spezifischenkulturellen Manifestationen stets umfassend zu betrachten, zu bewerten und wissen-schaftlich unter Berücksichtigung der Fachgeschichte zu analysieren versucht. ImRahmen dieser holistischen Gesamtsicht ist ebenfalls auch die Institutionengeschichte

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