WOLFGANG BRÜCKNER
Mein Fazit: Farbe und Form sind mögliche analytische Kategorien für Phänomen-beschreibungen. Aber sie sagen, wie wir auf Schritt und Tritt gesehen haben, kaumetwas über die Herstellungs- und Gebrauchszusammenhänge aus, und rein gar nichtsüber den eigentlichen Sitz der Dinge im Leben der Menschen, mit denen es dieHumanwissenschaften doch in erster Linie zu tun haben. Der eine Aspekt meint diehistorische Realität der Realien, der andere benennt unsere, der Wissenschaftler undheutigen Kunstkonsumenten nicht minder realen, jedoch ebenfalls je historischenWahrnehmungen und ästhetischen Erlebnisweisen. Kulturgeschichte hat es mit derFremdheit der Welt von gestern zu tun. Ohne diese erkenntniskritische Einsicht läßtsich über das Konstrukt ,, Volkskunst“ vernünftigerweise kaum diskutieren.
Literatur
Eigene Vorarbeiten
Trivialer Wandschmuck der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aufgezeigt am Beispiel einer Bilderfabrik.( Mit einemKatalog von Christa Pieske). In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg 1967, S. 117-162 mit 22 Abb.Populäre Druckgraphik Europas.[ Bd. III] Deutschland vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. München 1969.Expression und Formel in Massenkunst. Zum Problem des Umformens in der Volkskunsttheorie. In: Anzeiger desGermanischen Museums Nürnberg 1968, S. 122-139 mit 46 Abb.
Die Bilderfabrik. Dokumentation zur Kunst- und Sozialgeschichte der industriellen Wandschmuckherstellung zwischen1845 und 1973 am Beispiel eines Großunternehmers. Historisches Museum Frankfurt am Main 1973, 139 Seiten.Elfenreigen- Hochzeitstraum. Die Öldruckfabrikation 1880-1940(= dumont kunsttaschenbücher 22). M. DuMont,Schauberg, Köln 1974, 167 Seiten.
Die Kunst der Naiven. Themen und Beziehungen, München. In: BBV 1( 1974) H. 3/4, S. 132 f.Trivialisierungsprozesse in der bildenden Kunst zu Ende des 19. Jahrhunderts, dargestellt an Illustrationen der,, Gartenlaube". In: Motte- Haber, Helga de la( Hg.): Das Triviale in Literatur, Musik und bildender Kunst(= Studienzur Philosophie und Literatur des 19. Jahrhunderts). Frankfurt am Main 1972, S. 226-254.
Das Museumswesen und die Entwicklung der Volkskunde als Wissenschaft um die Jahre 1902/1904. Die Dingweltder Realien im Reiche der Ideen. In: Deneke, Bernward, Rainer Kahsnitz,( Hg.): Das kunst- und kulturgeschichtlicheMuseum im 19. Jahrhundert. München 1977, S. 133-144.
Kunst für alle Bilder im Volk. In: Funkkolleg Kunst. Studienbegleitbrief 5. Hg. vom Deutschen Institut fürFernstudien an der Universität Tübingen. Weinheim/ Basel 1985, S. 47-75.- Kunst für alle- Bilder im Volk. In:Busch, Werner, Peter Schmoock( Hg.): Kunst. Die Geschichte ihrer Funktionen[ Buchausgabe der Studienbegleit-briefe]. Weinheim/ Berlin 1985, S. 282-303.
Kunst für alle Bilder im Volk. In: Busch, Werner( Hg.): Eine Geschichte der Kunst in 2 Bdn.(= Serie Piper 735).I. München- Zürich 1987, S. 336-362(= Texte der Sendung]. Studienausgabe 1997.
Farbe als Zeichen. Kulturtraditionen im Alltag. In: Zeitschrift f. Volkskunde 78( 1982), S. 14-27.Volkskunst und Realienforschung. In: Harvolk, Edgar( Hg.): Wege der Volkskunde in Bayern. Ein Handbuch(= Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte 25). München/ Würzburg 1987, S. 113-139.Hinterglasbildforschung. In: Harvolk, Edgar( Hg.): Wege der Volkskunde in Bayern. Ein Handbuch(= Veröffentli-chungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte 25). München/ Würzburg 1987, S. 191–208.
Volkskunst Völkerkunst- Volkskunde im Museum heute. Oder vom Kunst- und Krempel- Denken. In: BBV 18( 1991) H. 2, S. 81-99.
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