BURANO, ANSICHTSKARTE
VOLKSKUNST
Regel selbst, weil er das nächste Schiff nach Torcello oder Murano noch erreichen will.In die Postkartenserie der venezianischen Edizione Ardo wurde allein dieses Hausaufgenommen. Es ist jedoch innerhalb des Ortes das einzige, das so kariert aussieht. Esfällt völlig aus dem Rahmen. Aber genau dieses Motiv sucht jedermann und findetjedermann, weil die Postkarte es bewußt macht, ja monumentiert und für die Erinnerungan Burano emblematisiert. Das Motiv behauptet nicht bloß, sondern schafft denheutigen Touristenbegriff von Burano.
Die Ansichtskarte bezieht ihre Attraktivität nicht bloß aus dem Motto der vor demBesuch von Burano schon durch die Touristenwerbung produzierte Erwartungshaltung:,, Luci e Colori", sondern die Hersteller dieses Postkartenmotives wissen sehr genauum die Bildungs- und Reise- Erfahrungen heutiger Normalbürger unserer Breiten. Essind dieselben Leute, die in Wien zum Wohnblock von Hundertwasser geschicktwerden und die von ihren Kindern und als Freizeitparkbesucher Legobausteine undLegoland kennen, aber vielleicht auch Vasarely- Kompositionen schon gesehen haben.Solche Assoziationen lassen sich in die karierte Welt jenes offensichtlich Naivenhineinlesen, der seine Hausfront, wohl von Mal zu Mal, mit bunten Dreiecken orna-
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