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Netzwerk Volkskunde : Ideen und Wege ; Festgabe für Klaus Beitl zum siebzigsten Geburtstag
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Rudolf Kriss und die Universität WienEine Dokumentation

Olaf Bockhorn

,, Verfasser der vorliegenden Habilitationsschrift wurde am 5. März 1903 in Berchtes-gaden als Sohn des Guts- und Brauereibesitzers Rudolf Kriss und dessen Ehefrau Marie,geborene Scholz, geboren. 1909-1913 besuchte er die dortige Volksschule und von da abdas Wittelsbacher Gymnasium in München, wo er 1922 absolvierte. Im Oktober 1922bezog er die wirtschaftswissenschaftliche Abteilung der Technischen Hochschule inMünchen, an der er nach der vorgeschriebenen Zeit die kaufmännische Prüfung, die derkaufmännischen Diplomprüfung der ehemaligen Handelshochschule entsprach, ablegte.Nach einem weiteren Semester in Weihenstephan ging er im Sommer 1925 an dieMünchner Universität, wo er sich dem Studium der Religionsgeschichte und DeutschenPhilologie mit besonderer Berücksichtigung der Volkskunde widmete. Dort promovierteer im Februar 1928 mit einer Arbeit: Das Gebärmuttermotiv. Ein Beitrag zur Volkskunde.Herr Prof. Dr. Otto Mausser fungierte als I., Prof. Karl von Kraus als Coreferent.- Seitdieser Zeit widmete er sich einer privaten Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der religiösenVolkskunde.- Die praktische Feld- und Quellenforschung erstreckte sich zunächst aufSüddeutschland( einschließlich Deutschösterreich und der Schweiz) und wurde später aufvergleichender Grundlage fortgeführt: Jugoslavien wurde 3 Mal bereist und zwar imSeptember 1927 Kroatien, im März und April 1928 Kroatien, Serbien, Bosnien, Herzego-wina und Dalmatien, im Juli 1928 Slovenien, vgl. die Abhandlung, Volksreligiöse Opfer-gebräuche in Jugoslavien. Die Reisen nach Italien wurden im März 1927 und im Märzund April 1930 ausgeführt, vgl. die Arbeit, Votive und Weihegaben des italienischenVolkes'.- Als Ergebnis dieser Forschungen sind weiterhin ausgedehnte Sammlungen vonantiken und modernen Opfergaben, Amuletten sowie Zauber und Segen namhaft zumachen. So bildete die vollständige Collection süddeutscher Votivgaben eine wesent-liche Grundlage der vorliegenden Habilitationsschrift. Andere Teile der Sammlungharren noch der Auswertung; geplant ist zunächst eine Bearbeitung der Zauber undSegen. Ein Verzeichnis sämtlicher bis jetzt erschienener Arbeiten als wissenschaftlichesErgebnis dieser durch fünf Jahre fortgesetzten Bestrebungen liegt bei.

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