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Bergbauüberlieferungen und Bergbauprobleme in Österreich und seinem Umkreis : Festschrift für Franz Kirnbauer zum 75. Geburtstag
Entstehung
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25 Jahre Leobener Arbeitskreis

Von Wilhelm Denk, Wien

Der Ausschuß für innerbetriebliche Berufserziehung und Nachwuchsförderung desFachverbandes der Bergwerke und eisenerzeugenden Industrie ist im Oktober 1949gegründet worden. Gründer war Generaldirektor Bergrat h. c. Dipl.- Ing. Dr. mont.Josef Oberegger; die vier Gründungsmitglieder waren Dr. Ing. Franz Kirnbauer, Bergrath. c. Dr. Emil Tschernig, Direktor Dr. Alois Fauland und Dr. Wilhelm Denk.

Ziel und Aufgabe dieses Arbeitsausschusses, zu dem sich bald weitere namhafteBergdirektoren und Bergingenieure gesellten, war es, Anregungen und Vorschläge fürdie Ausbildung von Nachwuchskräften im Bergbau und Hüttenwesen sowie für die Fort-bildung in fachlicher und sicherheitlicher Hinsicht, insbesondere für den Beruf desHäuers vor Kohle, Erz oder Magnesit, zu geben.

Neben dieser schulischen Ausbildung sollte aber auch besonderes Augenmerk daraufgelenkt werden, daß Arbeitsfreude und Liebe zum Beruf sowie Betriebsverbundenheitbei den Belegschaften der österreichischen Bergbau- und Hüttenbetriebe, die nach demKrieg oder aus der Kriegsgefangenschaft wurzellos heimgekehrt waren, wieder erwecktwurden.

Die Herausgabe des Österreichischen Berg- und Hüttenkalenders sowie der berg-männisch- kulturellen Schriftenreihe ,, Leobener Grüne Hefte" sollte diesen Zielen dienen,Gedanken zur Hebung und Ausgestaltung von Barbarafeiern und anderen bergmänni-schen Geschehnissen, wie Jubilarehrungen, Begräbnissen, Stollenanschlägen, auch beiStraßentunnelbauten, sind mehrfach vom Leobener Arbeitskreis gegeben worden.

Auch verschiedene Forschungsarbeiten wurden in Angriff genommen, so die Ge-schichte der Sprengarbeit im Bergbau, die Entstehung des Bergmanns- Symbols ,, Schlägelund Eisen", sowie die Ausarbeitung historischer Landkarten über den Bergbau Öster-reichs in der Urzeit, Römerzeit sowie zwischen 1500 und 1600, ebenso der Hüttenwerke( Eisen, Edelmetalle, Buntmetalle und Salz) in der Zeit von 1500 bis 1600.

Zahlreiche Anregungen sind von Franz Kirnbauer zu Arbeiten in den, LeobenerGrünen Heften" ausgegangen, wofür ihm der österreichische Bergbau zu Dank verpflich-tet sein kann.

Besondere Verdienste um den Leobener Arbeitskreis haben sich namhafte Persön-lichkeiten aus Österreichs Wirtschaft und Verwaltung erworben, wie um nur einigeNamen zu nennen- Landtagspräsident von Steiermark Univ.- Prof. Dr. Hanns Koren,Landeskulturreferent der Steiermark Prof. Otto Jungwirth und die Präsidenten desFachverbandes, so auch Generaldirektor Kommerzialrat Dr. Herbert Koller. Ihnen hatder Leobener Arbeitskreis aus Dankbarkeit die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Die Arbeiten des Arbeitskreises können als ein sichtbarer Ausdruck der Lebenskraftdes österreichischen Bergbaus bezeichnet werden. 25 Jahre sind immerhin ein be-deutender Zeitabschnitt. Das Vertrauen der Mitglieder des Ausschusses für inner-betriebliche Berufserziehung und Nachwuchsförderung" im Fachverband der Berg-werke und eisenerzeugenden Industrie hat mir den Vorsitz zuerkannt. Ich habe michbemüht, diese Funktion während der letzten 25 Jahre auszufüllen. Prof. Dr. Ing. Kirn-bauer war mir durch die ganze Zeit hindurch ein wertvoller und getreuer Mitarbeiter.

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