des montangeologischen und bergwirtschaftlichen Teiles. Auch bei der Organisation desErfahrungsaustausches österreichischer Bergingenieure im In- und Ausland, die der Fach-verband der Bergwerke und der eisenerzeugenden Industrie in den Jahren 1948-1955mit Erfolg durchführte, hat Kirnbauer wesentlich mitgearbeitet.
In die Nachkriegszeit fällt auch die Gründung des„ Leobener Arbeitskreises" am13. Oktober 1949. Franz Kirnbauer selbst aber ist der Begründer der einzigen berg-männisch- kulturellen Schriftenreihe in Österreich, der„, Leobener Grünen Hefte", dieseither mit über 150 Bändchen( davon über 60 mit Franz Kirnbauer als Autor oderMitautor) und zusammen über 6000 Seiten eine Fundgrube bergbaugeschichtlichen undbergbau- kulturgeschichtlichen Wissens sind. Man darf sagen, daß diese Schriftenreiheeine einzigartige Leistung darstellt, die nicht nur in Österreich, sondern auch im Auslandgroße Beachtung gefunden hat.
Auch nach seiner Pensionierung ist Franz Kirnbauer ohne jede Unterbrechungorganisatorisch und publizistisch, und nicht zuletzt als Lehrer, weiter tätig: Seit demJahre 1962 ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Wien für das Fachgebiet,, Grundzüge der Bergbaukunde" und seit 1965 für das Fachgebiet„ Bergmannsvolks-kunde" tätig; seine Antrittsvorlesung lautete: ,, Bergmännisches Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum in Vergangen-heit und Gegenwart und seine Bedeutung für die Industriegesellschaft von heute". Seit1965 betreut er auch an der Montanistischen Hochschule Leoben das Fachgebiet ,, Berg-baukulturgeschichte". An der Universität Wien hielt er übrigens erst kürzlich einenvielbeachteten Vortrag ,, 50.000 Jahre Bergbau in Europa unter besonderer Berücksichti-gung des Bergbaus in Österreich".
Viele Jahre hindurch( 1950-1968) war Kirnbauer Mitglied des Vorstands- Beiratesder Geologischen Gesellschaft Wien und ist seit 1950 bis heute im Vorstands- Beirat desBergmännischen Verbandes Österreichs in Leoben tätig. Er ist zudem Inhaber desZeugnisses eines Zivilingenieurs für Bauwesen und ständig gerichtlich beeideter Sach-verständiger für Bergbaufragen. Die Montanistische Hochschule Leoben hat ihm 1973auf Grund erfolgreicher Tätigkeit nach 50 Jahren das„ Goldene Ingenieur- Diplom"verliehen.
Der musische Mensch Franz Kirnbauer ist durch viele Titel in seinen Publikationenzwar bereits ein wenig herausgestellt, wenn darin auch kaum zum Ausdruck kommt,daß er selbst und seine Familie, vorbelastet durch die Vorfahren, von früh an bis in dieletzte Zeit höchst aktiv durch Volksliedsingen wie auch als Instrumentalisten ihre Frei-zeit zu gestalten wissen. So ist Franz Kirnbauer von Jugend auf als Geiger und Brat-schist tätig, und seine Streichquartette und sonstige Kammermusik waren und sind immergeschätzt gewesen, in den Jugendjahren, in Rumänien, in Freiberg, in Wien oder inMödling bis heute.
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Natürlich hat Franz Kirnbauer für sein breites und vorbildliches Wirken auch dieverdiente Anerkennung gefunden, und so seien in diesem Zusammenhang erwähnt: DerVolksbildungs- Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht für die Arbeit,, Ohne Freude keine Arbeit" Gedanken zur Volksbildung unter Berg- und Hütten-leuten im Jahre 1960; die Verleihung des Professor- Titels durch den Bundes-präsidenten für Verdienste um den österreichischen Bergbau 1965; das Goldene Ehren-zeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich sowie das Goldene Ehren-zeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1972; die Verleihung der Miller vonHauenfels- Medaille für besondere Verdienste um das Bergwesen, vor allem auf demGebiete des bergmännischen Brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtums, 1973.
Obwohl Franz Kirnbauer nun 75 Jahre alt wird, ist er in seinem Arbeitswillen undin seiner Schaffenskraft jung geblieben. In der Festschrift„, 20 Jahre Leobener Arbeits-kreis" wird er als ein Mann der Praxis bezeichnet, der aber auch zugleich für das
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