888) Zingerle, ebendort, S. 241 f., Nr. 418.
889) Freundliche Mitteilungen meiner Hörerin Frau Elfriede Kuhn, geb. Lies, 1950.890) Robert Baravalle, Hochalmsagen. Graz 1936. S. 20, Nr. 9; direkte Beziehungennach Schwaben scheinen mir hier nicht ausgeschlossen, da beispielsweise vonSt. Marein nach Kaufbeuren gewallfahrt wurde: Baravalle, ebendort, S. 52, Nr. 76.891) August Stöber, Die Sagen des Elsasses. Neuausgabe von Curt Mündel. I. Teil:Die Sagen des Ober- Elsasses. Straßburg 1892, S. 41, Nr. 62.892) Graber, Sagen und Märchen aus Kärnten. Graz 1935. S. 1 f.
893) Ranke, Art. Dengelmännle( Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. II,Sp. 187); gleichfalls nur in Schwaben und in der Schweiz.
Zu S. 18:
Nachträge
Dazu weist mich Freund Leopold Kretzenbacher noch auf Sichel- undSensenglauben im slovenisch- kroatischen Grenzgebiet hin:„ Vor demBarbaratag steckt man im Übermurgebiet ins Heu eine Sense, daß esdem Vieh nichts schaden solle. Aus der gleichen Absicht befestigt maneine Kette vor der Stalltüre"( Vilko Novak, Ljudska prehrana v. Prek-murju Volksnahrung im Übermurgebiet. Laibach 1947, S. 137).„ AmLucientag legt man unter die Stalltüre eine Sichel mit derselbenAbsicht wie zu Barbara die Sense oder eine Kette, daß die Hexen demVieh das Gedeihen nicht verhindern."( Ebendort, S. 138).
Zu S. 37 ff.: Neues Material zum Radmähen als Spottbrauch jetzt bei Ernst Burg-staller, Veröffentlichungen zum o. ö. Heimatatlas, 1. Folge. Linz 1952(= Oberösterreichische Heimatblätter, Bd. 6, 1952, S. 399 ff., bes. S. 448 ff.mit Karte ,, Rügebrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Rügebrauchtum bei der Ernte").
Zu S. 113: Zu den Fragen um die Gezähnte Sichel vgl. besonders Axel Steensberg,Ancient harvesting implements. A study in Archaelogy and humanGeography( Nationalmuseets Skrifter. Arkaeologisk- Historisk Raekke,I) Kopenhagen 1943, eine Arbeit, die mir leider erst zu spät zu Gesichtgekommen ist, um sie hier noch auswerten zu können. Für ihre Be-schaffung bin ich Frau Koll. Inger M. Boberg zu herzlichem Dank ver-pflichtet.
Zu den eventuellen Verbindungen zwischen Norden und NahemOsten in der fraglichen Periode siehe jetzt auch M. Jahn, Kulturver-bindungen zwischen Mitteldeutschland und Vorderasien zu Beginn des2. Jahrtausends v. d. Z.( Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte,Bd. 35, 1951, S. 57 ff.). Die Volkskunde wird gerade bei diesen Pro-blemen möglichst bald mitarbeiten, aber auch mitgehört werden müssen.Zu S. 122: Erst bei Abschluß der Korrektur erhalte ich durch die große Liebens-würdigkeit von Koll. Robert Bleichsteiner Kenntnis von einer kabar-dinischen Fruchtbarkeits- und Sichelgestalt, dem Gotte Tschagoledsch,der den Narten, der wunderlichen Heldengruppe der Kaukasusvölker,die Hirse spendet und eine„ Sense"( offenbar also eine große Sichel)führt, die für ihn von dem göttlichen Urschmied Dabedsch geschaffenwurde. In der Nartengeschichte ,, Schwert und Pferd" wird erzählt, wieSosryqo, der Nartenheld zu seinem späteren guten Schwert kommt.Der junge Held kommt zu Tklepsch, dem göttlichen Schmied, und willein Schwert. Er muß zuerst Kraftproben verrichten: die Blasbälge zie-hen, was er so besorgt, daß die Schmiede wankt; dann den Amboẞ ausder Erde ziehen, was zunächst nicht gelingt, da sich dieser auf den,, siebenten Boden der Erde" stützt. Sosryqo bringt ihn wohl zumSchwanken, kann ihn aber nicht heraus ziehen, und wird deshalb vonTklepsch verspottet, er sei noch ein Kind und solle nach Hause gehen.Zuhause stärkt sich Sosryqo, kommt am nächsten Tag wieder, undkann nun den Amboß schon stärker bewegen, aber noch nicht heraus-ziehen. Erst am dritten Tag gelingt es ihm, er wirft den Amboẞ vorden Eingang der Schmiede, so daß niemand mehr hinein kann. Nunkommen drei Nartenbrüder und erzählen von ihrer„ Sense", die sievom Vater ererbt hätten. Der Jüngste( sie sind früh, mittags und abendsgeboren) führe sie und mähe damit am raschesten. Es liege aber an
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