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Internationale volkskundliche Bibliographie : Systematik und Datenbanken ; Papiere der 5. Tagung der Arbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie (IVB) vom 8. bis 10. September 1994 in Petronell-Carnuntum (Niederösterreich) und Kittsee (Burgenland)
Entstehung
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schaffen, die es nunmehr erlauben, auch sehr große Datenbestände dezentral( ,, offline") vorzuhalten und ohne die Vermittlung von Fachpersonal alsEndnutzer direkt am eigenen Schreibtisch bzw. speziellen Bibliotheksar-beitsplätzen komfortabel zu nutzen.

In den letzten Jahren ist ein umfangreiches Angebot an elektronischabfragbaren Informationsspeichern entstanden, das öffentlich oder privat-wirtschaftlich betriebene Datenbanken entweder ,, Online"( d.h. per Daten-fernübertragung) oder ,, Offline"( ohne Datenfernübertragung am eigenenArbeitsplatz oder in einer Bibliothek) nutzbar macht.

Online- Datenbanken werden von Datenbank- Anbietern oder Betreibern( Hosts) angeboten und von diesen im Rahmen von Kauf- oder Mietverträgenweitergegeben. Der Benutzer hat dann die Möglichkeit via Host, selbständigoder mit Unterstützung z.B. einer Informationsvermittlungsstelle in denDaten zu recherchieren. Durch die Einschaltung der Hosts als Primärdaten-anbieter und den telekommunikationstechnisch( zur Zeit noch) aufwendigenZugang per Datenfernübertragung ist das Recherchieren in Online- Daten-banken privatwirtschaftlicher Anbieter heute immer noch ein recht kosten-intensiver Informationszugang.

,, Offline"-Recherchen in CD- ROM- Datenbanken sind demgegenüber fürdie Benutzer sehr viel komfortabler, da diese in der Regel heute bereits invielen Universitätsbibliotheken und einigen Campus- Netzen vom Endnut-zer selbst kostenlos durchgeführt werden können.

Im Gegensatz zur Suche in Online- Datenbanken muß der Benutzer nichtbefürchten, durch zu lange Recherche- Zeiten und zu große Treffer/ Ergeb-nis- Mengen hunderte von D- Mark für die Recherchekosten zahlen zu müs-sen. Zudem sind die Menüoberflächen der meisten heute gängigen CD-ROM- Datenbanksuchprogramme( ,, Retrievalsysteme) sehr endbenutzer-orientiert und leicht beherrschbar.

Bei den angebotenen Datenbanken handelt es sich um Dateisammlungenmit Dokumenten und Informationen und ergänzenden Hilfsdateien, mit denender Benutzer im Retrieval einzelne gewünschte Informationen gezielt heraus-filtern kann. Der Benutzer kann eine Suchanfrage mittels der Retrievalsprachedurch die Eingabe von einem oder eventuell auch mehreren miteinander logischverknüpfbaren Suchelementen( z.B. Stichworte, Schlagworte, Autorennamen,Verlagsnamen, Sachgruppencodes etc.) durchführen.

In der Datenbank besitzt jedes einzelne Dokument eine einmalige eindeu-tig zugeordnete Dokumentennummer( ID, Key).

3. CD-( ROM)-Technologien und Datenträgersysteme

Aufgrund der benutzerfreundlichen Abfragesysteme und Menüführun-gen, die den Standards entsprechen, wie sie heute bei PC- Anwendungen

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