Auch die retrospektive Volltexterschließung von Literaturbeständen wiezum Beispiel die CD- ROM- Edition ,, Cross- Cultural- CD", leistet wertvolleHilfe beim Heranführen gerade junger- mit den neuen Medien quasi auf-gewachsener Volkskundler und Ethnologen an klassische volkskundlicheoder ethnologische Zeitschriften. Dennoch besteht zur Zeit die Gefahr, daß dermomentane CD- ROM- Boom zur Zuschüttung des Marktes mit zwar billigen,qualitativ aber schlechten CD- ROM- Schnellschuß- Produkten führt.
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Um Volkskundlern und Bibliothekaren einen ersten Einblick zur CD- ROM-Produktpalette und den Zugang zu einigen ausgewählten Retrieval- Systemenan die Hand geben zu können, soll dieser kurze Überblick dienen. Im ersten Teildes Aufsatzes werden zunächst die zur Zeit auf dem Markt gängigen CD- Da-tenträger- Systeme dargestellt. Im zweiten Kapitel wird beschrieben, welcheCD- ROMs heute in großen Bibliotheken zugänglich sind( In Anhang C findetsich eine beispielhafte Übersicht des entsprechenden Bestandes der Universi-tätsbibliothek Bremen). In den nächsten Abschnitten wird nach einer kurzenBeschreibung des allgemeinen Angebotes an CD- ROM- Applikationen einÜberblick über die Bandbreite an Titeln im Bereich der Geisteswissenschaftengegeben. Anhand ausgewählter Beispiele( DNB, SOPHIA) wird eine CD-ROM- Recherche in der Form von Bildschirmausdrucken nachgestellt. Gleich-zeitig kann der Leser anhand der Recherchen die Unterschiede zwischen demOPTI- NET- Retrieval- System( DNB) und der Dataware- CD- Answer- Retrieval-Abfrage( SOPHIA) nachvollziehen. Dies mag dem einen oder anderen Nutzerbei seinem möglichen Erstkontakt mit diesem Medium in seiner örtlichenUniversitätsbibliothek ganz nützlich sein. Zudem soll deutlich gemacht werden,daẞ Datenbank- Retrievalabfragen vom Benutzer exakte terminologische Vor-stellungen von der zu bearbeitenden Fragestellung erfordern. Im folgendenKapitel wird kurz auf die Möglichkeiten und Probleme des sogenanntenDownloads von Daten aus CD- ROM- Datenbanken und Bibliographien ineigene Textverarbeitungen oder Datenverwaltungssysteme eingegangen.Außerdem wird kurz auf die Möglichkeit verwiesen, eigene CD- ROM- Anwen-dungen( Datenauslagerungen) etc. zu realisieren. Im Anhang A werden einigeBeispieldokumente aus CD- ROM- Datenbanken wiedergegeben. Es folgt imAnhang B eine schematisierte Übersicht verschiedener CD- ROM- Datenbankenfür den Bereich Geschichte und die Nachbar- bzw. Hilfswissenschaften.
Ein kleiner Literaturüberblick am Ende des Aufsatzes soll einen kurzenEinblick in die äußerst umfangreich gewordene Literatur zu diesem The-menbereich geben.
2. CD- ROMs als Teil des Informationsmarktes
Die rasante technische Entwicklung in der EDV- Welt zusammen mit denneuen CD- Medien hat seit einigen Jahren völlig neue Möglichkeiten ge-
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