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Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum und Volksglaube in der Gottschee
Entstehung
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Donnerstag) gehen die großen Burschen. Sie haben oft auch die Tür eingedrückt, um dieMädel zu finden. Wagenschmier und Stiefelwichs haben sie auch genommen( zumSchwärzen). Am Sonntag auch Masken, sie gehen von einem Gasthaus zum anderen. AmMontag nicht so viel, nur halbmaskiert. Da geht alles, Burschen und Mädel, von Haus zuHaus. Sie haben bekommen Krapfen, Würste, Eier. Ein Brautpaar mit, die andern sindnachgegangen. Sie haben wie bei einer Hochzeit gemacht, eine Trauung, aus einem Buchhat einer gelesen, alle möglichen Witze und Sprüche. Am Dienstag waren verschiedeneGruppen zusammen auf dem Dorfplatz. Nacheinander haben sie alles mögliche aufge-führt: Alte Weibermühle Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibermühle, ein künstliches Pferd mit zwei Mann drin und wie ein Pferde-händler, der hat das Pferd mit einer Peitsche geschlagen. Auch den Bär herumführen.Fflug auch öfter umgeführt und wie man sät und mit der Sense usw.

Ausgeritten sind die Burschen auch oft in die anderen Dörfer, maskiert und mitbekränzten Pferden. Ganz feierlich oft. Auch wie ein Wettreiten im Galopp durch.Tücher über die Achsel haben sie gehabt wie ein Schärpe, die Woschonge". Etwas hatjeder getragen im Dorf, die ganzen Mander. Abends hat man getanzt in den Gast-häusern.

Am Aschermittwoch ist das Faschingbegraben. Eine Strohfigur wird angezogen.Einer ist voran, und die anderen sind nach und haben geheult. Den Fasching haben sieauf einem Schlitten in die Felder geführt und verbrannt, auf einem Bühel. Einer hateinen Pfarrer gemacht und hat aus einem großen Buch( Stoffmusterheft oder dergleichen)Lustiges im Trauerton gesungen.

Wenn zu Fasching eine Maske gegangen ist und hat ein Stück gekehrt, dann ist derFlachs gut geraten.

Am Aschermittwoch hat man die Brösel vom Essen vom Vortag in einen Reifgestreut, da sollen die Hühner herausfressen, damit sie dann daheimbleiben und nichtanderswo Eier legen. Das war noch vor kurzer Zeit( Aufzeichnung 1941).

Morobitz

Am Faschingsdienstag gibt es Kraut und Speck. Man muß am Tag neunmal Krautessen, daß einen der Wind nicht forttragt. Den Speck von diesem Tag, der nicht geges-sen wird, den hebt man auf. Damit tut man Kinder abreiben, wenn sie die Fraisen haben.Auch Rinder reiben sie damit ab, damit sich auf dem Rücken keine Würmer ansetzen,denn das ist ein Schaden an dem Leder.

Im Fasching darf man nicht nähen, sonst legen die Hühner keine Eier.

Das Pfinztokmandle" ist das gute Essen an den drei Donnerstagen im Fasching.Man sagt, am 1. Donnerstag heiratet der Sohn vom Fasching, am 2. die Tochter und am3. heiratet er selbst. Da wird immer Geselchtes gekocht, und der Tisch ist voll mit Essen.Was vom Fleisch zu Fasching übrigbleibt, das wird getrocknet und zu Ostern gegessen.

Es sind verschiedene Maskeraden. Von Tiefenbach sind sie einmal als Mäher gekom-men mit den großen Strohhüten und haben die Feldarbeiten aufgeführt, auch eine Brautmit einem Bräutigam und mit Musik. Beim Faschingbegraben hat der, der als Pfarrergeht, einen weißen Unterrock und ein großes Buch und Kerzen aus Holz. Von einemalten Topf wird geräuchert. Sie tragen einen Strohmann. Der wird entweder angezündetoder in eine Lacke geworfen. Die größten Saufbrüder haben nachgeweint( Aufzeich-nung 1941).

Mösel

Am Donnerstag war das Pfinztokmandle", da hat man was Besseres zum Essengekriegt. Sie haben sich verkleidet und die Mädeln mit Ruß angeschmiert, jedes muß einZeichen davon im Gesicht haben. Abends sind die besseren Masken gegangen, zum Teilin der alten Tracht. Am Sonntag ärger als am Dienstag, da haben sie Wagen hergerichtet

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