G. Wasenschneidspiele
97. Wiesl, Wasl, dauma's Grasl
Es sind mindestens zwei Spieler erforderlich. Einem von beiden werden dieAugen verbunden. Der andere hebt mit dem Messer ein rundes Stück Wasen aus,setzt es sorgfältig wieder ein und zieht mit der Messerklinge, die tief im Bodensteckt, eine Rille mit ganz unregelmäßigen Windungen, bis er mehrere Meter vomAusgangsorte, dem ausgehobenen„ Wasl", entfernt ist. Hier steckt er das Messer soin die Furche, daß die Schneide den Weg zurück weist.
Dann spricht er:
„ Wiesl, Wasl, dauma's Grasl,
Wo's Messa steckt, dò is's!"
Der bisher„ eingeschaut" hat, sucht nun mit dem Messer den Weg zurück zu fah-ren. Gelingt ihm dies richtig und kommt er dadurch in der Furche zum Ausgangs-orte zurück, so wirft er mit dem Messer das ausgeschnittene Wasenstück aus derGrube.
98. Weingarten schneiden
etwa20 cm
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+ Zielpunkt für das Messer, wenn die schraffierten Streifen bereits ausgehobensind.
Durch Ausschneiden von schmalen Streifen wird auf dem Rasen( der für diesesSpiel nicht hoch gewachsen sein darf) ein Rechteck abgegrenzt. Dieses teilt man inso viele gleich große Teile, als Spieler vorhanden sind. Jeder erhält ein kleines Recht-eck für sich. Einer nach dem anderen kommt zum Schneiden. Der Spieler faßt dasMesser ähnlich wie einen Federstiel, aber nur mit Daumen und Zeigefinger undstößt es kräftig in die Erde, so daß es im Boden stecken bleibt. Er muß aber unbe-dingt in den Rasen seines Rechtecks treffen. Kommt er daneben oder fällt das Mes-ser um, so gewinnt er mit diesem Wurfe nichts. Bleibt das Messer dagegen stecken,so miẞt er, wie tief es in den Boden eingedrungen ist. Dann schneidet er ebenso breitvon seinem Rasenstück einen Längsstreifen ab.
Der Rasenstreifen wird immer vom Rande des Rechteckes genommen, abwech-selnd von einer anderen Seite und nur auf eine geringe Tiefe ausgehoben. DerRasenfleck wird so kleiner und kleiner, doch muß das Messer darin stecken undnicht etwa in einem bereits vertieften Streifen. Das Ausschneiden wird fortgesetzt,
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