87. Bären treiben
Als Spielgeräte dienen ein etwa 10 cm langes, zylinderförmiges Stück Holz, der,, Bär“, und für jeden Spieler ein 60 bis 70 cm langer Stab. Die Teilnehmerzahl sollwenigstens sechs bis acht betragen. Die Spieler stehen im Kreise, in dessen Mittesich ein Loch mit dem Durchmesser von 25 bis 30 cm befindet. Vor jedem Spieler isteine kleine Vertiefung, von der Mittelgrube( je nach der Teilnehmerzahl) einigeMeter entfernt.
Der„, Bär" wird von einem der Spieler aus der Mittelgrube, in der er lag, weit hin-aus geschleudert und ein ausgeloster Mitspieler, der Bärentreiber, der sich außer-halb des Kreises befindet, hat nun den Bären durch Schlagen mit dem Stocke wiederin die Mittelgrube zu bringen. Die anderen Spieler stehen bei ihren Gruben und hal-ten das Stockende hinein. Bringt nun der Bärentreiber den Bären nahe zum Kreise,so trachten die Nächststehenden diesen mit ihren Stöcken weg zu schleudern, umzu verhindern, daß er in die Mittelgrube kommt. Während dieses Abwehrkampfessucht der Bärentreiber plötzlich den Stock in die Grube eines Spielers zu stecken,der augenblicklich seinen Stock nicht darinnen hat. Gelingt ihm das, bevor derEigentümer der Grube seinen Stock wieder hinein gesetzt hat, so gewinnt er dieGrube und ihr bisheriger Inhaber muß ihn ablösen.
88. Schmeer pecken
Jeder der teilnehmenden Knaben sucht sich einen etwa 12 m langen, 5 cm dickenStock und spitzt ihn an einem Ende zu. Dann werfen alle so rasch wie möglich ihrenStock gegen den weichen Wiesengrund, damit er stecken bleibt. Wer dies zuerst tut,ruft„ Erster!", der nächste„ Zweiter!" und so fort. Sobald alle damit fertig sind, ziehtder erste seinen Stock wieder heraus und sucht ihn so knapp neben einem anderenin den Boden zu schlagen, daß der fremde Stock umfällt, während der eigene fest-steckt. Der Besitzer des umgeworfenen Stockes scheidet sogleich aus. Dann ver-sucht der zweite Spieler ebenfalls, einen Stock umzuschlagen. Wer zuletzt übrigbleibt, hat gewonnen und beginnt die zweite Runde.
89. Wandball
Die Spielerin wirft den Ball gegen eine Wand, wobei sie den ersten Teil der Zeilebeim Werfen, den zweiten Teil beim Fangen spricht:
Em- merl,
Bem- merl,
Zucker stengerl;
Schiaß den
Hasen,
G'rad auf d' Nasen,
Schiaẞ den
Bock,
G'rad auf'n- Kopf.
Beim letzten Worte muß der herabfallende Ball mitten auf den Kopf der Spielerintreffen.
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