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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
Seite
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77. Òlle meine Hirsch'n und Hos'n!

Ein größerer Knabe als Jäger hat die kleineren Spieler( auch Mädchen) als Hundebei sich. Die anderen sind das Wild und verstecken sich, während er sein Sprüchleinhersagt:

,, Òlle meine Hirsch'n und Hòs'n,

Vabérigts enk, vabérigts enk!

Wånn i meine Hund auslòẞ,

So z'reiẞn s'enk,

Mit Haut und Hòòr,

Is no nit gòr, is no nit gòr,

Is scho gòr!"

Jetzt geht die Jagd los, die Hundln" müssen das Wild aufstöbern, fangen undbewachen, bis alle erhascht sind.

78. Fuchs und Hühner

Ein größeres Kind stellt die Henne dar. Es breitet die Arme schützend aus, wäh-rend sich die anderen hinter ihm anreihen und jedes den Vordermann umfasst. Vorder Reihe kauert der Fuchs und scharrt auf dem Boden. Die Henne fragt ihn und erantwortet:

Fuchs, wòs tuast?

Grüaberl gròbn.

Zu wòs denn?

Zum Wasserl einfülln.

Zu wòs brauchst a Wòssa?

Zum Messerl und Gaberl òwòschn.

Zu wòs brauchst Messerl und Gaberl?

Zum Henderl òstechn.

Von wo denn?

Von der Schòr!

Jetzt erhebt sich der Fuchs und trachtet, das letzte Hühnchen der Reihe zu erha-schen. Die Henne sucht ihn daran zu hindern, während die Reihe hinter ihr hin undherschlenkert, um so dem Verfolger auszuweichen. Wer vom Fuchs gefaßt wird odervon der Reihe abreißt, scheidet aus, und wieder wird das letzte Hühnchen gejagt.Wenn schließlich nur noch die Henne übrig ist, endet das Spiel.

79. Fuchs aus dem Loch!

Einer, der dazu ausgezählt oder bestimmt worden ist, zieht sich als Fuchs in seinLoch einen Winkel oder dergleichen- zurück. Die anderen reizen ihn mit demRufe Fuchs aus dem Loch!"( mancherorts kündigt er sich selbst damit an) undnähern sich ihm. Plötzlich kommt er aus seiner Höhle und sucht einen aus der Scharzu fassen. Dies gelingt ihm aber nicht so leicht, denn er darf immer nur auf einemBein hüpfen. Versieht er sich und setzt er außerhalb seiner Höhle den zweiten Fußauf den Boden, so wird er unter Schlägen zurückgejagt.

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